Europäische Rating-Agentur vonnöten

© Tom - Fotolia.com

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Nachdem die Rating-Agentur Standard & Poor’s die ernste Drohung ausgesprochen hat, quasi die gesamte Euro-Zone abzustufen, wird der Ruf nach einer europäischen Rating-Agentur immer lauter. Die Rede ist von einer europäischen Rating-Agentur, welche die Macht der US-Firmen brechen soll.

Der Aussage von Michael Fuchs (stellvertretender Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag), soll der Aufbau einer unabhängigen europäischen Agentur bereits im nächsten Jahr vorangetrieben werden. Als Vorbild sollte die Stiftung Warentest dienen.

Eine ähnliche Aussage hat auch der Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband, Gerd Billen getroffen. Billen wirft den großen US-Rating-Agenturen ein unverantwortliches Handeln vor. In der Euro-Krise sollen die US-Firmeneigentlich als ein neutrales Fieberthermometer dienen. Was sie im Moment machen, ist genau das Gegenteil – mit ihren Ratings treiben sie das Fieber zusätzlich nach oben. Um dies zu verhindern ist auch nach Billetts Sicht eine europäische Rating-Agentur notwendig, die unabhängig ist und zudem verantwortlich handelt. Nach seinen Vorstellungen soll in dieser Stiftung auch die produzierende Wirtschaft vertreten sein. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass eine solche Organisation ihr Ziel nicht aus den Augen lässt – das zuverlässige und neutrale Bewerten von Kreditrisiken.

Auch der Generalsekretär der FDP Christian Lindner will sich für eine unabhängige Ratingagentur stark machen. Dadurch sollen mehr Transparenz und Wettbewerb bei den Agenturen erreicht werden.

Vor kurzem hatte die Agentur Standard & Poor’s (S&P) Deutschland und einigen anderen Euro-Ländern mit der Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit gedroht und sie zudem auf eine verschärfte Beobachtung gesetzt.

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