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Der US-Schnäppchendienst Groupon ist erfolgreich an die Börse gegangen, viele Anleger wollten die Aktien haben, auch wenn Analysten sie für viel zu teuer halten. Anfangs wurde der Börsenwert noch auf 30 Milliarden Dollar geschätzt, mittlerweile ist er auf 13 Milliarden Dollar zurück gegangen, als die Papiere am Freitagmorgen zum ersten Mal an der US-Technologiebörse Nasdaq gehandelt wurden.
Das Konzept von Groupon ist einfach, aber genial: Die Mitarbeiter verschicken täglich Angebote für kräftige Rabatte an ihre Abonnenten. Wenn innerhalb eines bestimmten Zeitraumes genügend Leute zuschlagen, dann kommt der Deal zustande. Angeboten werden zum Bespiel ein Abendessen beim Italiener, eine Haarentfernung oder ein Spa-Besuch, natürlich alles um viele Prozente billiger. Damit hat die Firma einen erfolgreiches Prinzip entwickelt. Am Anfang des Jahres galt Groupon noch als das “am schnellsten wachsende Unternehmen in der amerikanischen Geschichte”. Deshalb sind mittlerweile nicht mehr nur kleine Läden dabei, sondern zum Beispiel auch die große Retail-Kette Gap. Das zog natürlich interessierte Käufer an: Google hat sechs Milliarden Dollar geboten, die Gründer – mittlerweile Multimillionäre – lehnten jedoch ab. Im Mail haben sie dann den geplanten Börsengang angekündigt.
Einen großen Rückschlag musste Groupon jedoch einstecken, als die US-Börsenaufsicht einige Fehler in den Büchern feststellte. Es musste nachgebessert werden und der Umsatz halbierte sich, der Wert der Firma wurde immer weiter nach unten korrigiert und schließlich wurde der Börsengang verschoben, die Geschäftsführerin trat zurück. Durch wachsende Konkurrenz und fliehende Geschäftspartner verliert das Unternehmen immer weiter an Wert, Morningstar-Analyst Rick Summer schätzt den wahren Wert der Firma sogar nur noch auf fünf Milliarden Dollar.
Aber im Oktober hat sich die Firma schon wieder an der Gewinnschwelle bewegt, auch wenn sie noch immer rote Zahlen schreibt. Am ersten Aktien-Handelstag wurden nur fünf Prozent der Papiere ausgegeben, ein schlauer Trick, der die große Nachfrage erklärt.





