Archiv - Standpunkt
Der Standpunkt ist der monatliche Kommentar von Wilfried Rosenberg (w.rosenberg@mittelstand-oberlausitz.com), Leiter des Regionalverbund Oberlausitz. Sie erscheint auch in der "BVMW-Aktuell"
Ideen für die Zukunft - Resonanzboden sein!
15.07.10 Führung und Kommunikation haben immer ein Ergebnis, das behauptet nicht nur Trainer Prof. Bernd Okun. Mit dem 10. Mittelstandstag Oberlausitz wurde verdeutlicht, wie es immer besser gelingt, die richtigen Töne zu spielen, um die Interessen der Mitglieder in einem breiten Feld branchenübergreifend zu verstärken.
Die 187 Teilnehmer an diesem Kommunikations-Markt spürten, wie durch den Resonanzboden BVMW die eigene Aktivität auch auf Gebieten Kraft gewinnt, die alleine anzufassen, verpuffen würde.
Zu mehr Kooperation und wahrhaftiger Beziehungswirtschaft gibt es ebenso wie zum Optimismus keine in die Zukunft führende Alternative. In den Vorträgen (Dr. Barenschee - Litarion, U. Berg - Bombardier, J. Flügge - Batix und insbesondere D. Backofen - Telekom) verdeutlichten eindrucksvoll: Ohne Kooperationen geht nichts mehr!
Es sind die ökonomischen Herausforderungen die das
verlangen, keine sozial verklärte Spinnereien. Wer kooperiert, kennt
seine Interessen genau, wahrt sie durch die Kooperation.
Die Fragen lauten immer: Was können wir für euch tun? Was kannst
du anbieten? Wie kommt etwas heraus, das wir - jeder für sich - nicht
schaffen würde? Aus Eins+Eins wird in einer Kooperation, einer Beziehungskiste,
Drei!
Ist der Mittelstand der Oberlausitz aber ausreichen beziehungsfähig? Haben wir eine derartige Kooperationskultur die aus Eins+Eins wirklich Drei macht und nicht die Risiken erhöht? Leider begegnet mir da immer noch zu viel Zurückhaltung.
Auch wir wollen lernen, methodisch noch besser zu werden, verstehen wie Zusammenarbeit noch Ziel führender angepackt wird. Dabei haben wir gerade in den letzten Jahren sehr viel Erfahrungen mit Netzwerken (unseren Spezial-Interessen-Gruppen | SIG) gesammelt. Zum Mittelstandstag kam es mir gerade darauf an das herauszustellen.
Es gibt auch hinsichtlich der gewachsenen Aktivität der Mitglieder eine sehr gute Basis. Die 29 Sponsoren stehen dafür ebenso wie die 103 Akteure die ich im Zusammenhang von Projekten und SIGs namentlich benennen konnte.
Diese Qualität bauen wir bis zum 11. Mittelstandstag (den wir für den 31.05.11 planen) weiter aus. Das Beziehungs– und Schnittstellen-Management zwischen den Unternehmen, hin zu Wissenschaft, zu Kultur, zur Politik, wird im Mittelpunkt der Arbeit der Regionalgeschäftsstelle stehen.
In der immer komplexer werdenden Gesellschaft geht es dabei nicht nur um technische Kooperationen, es geht uns vor allem um das was Unternehmen nicht alleine schaffen - wo der BVMW als Resonanzboden seine Kompetenz im Zusammenwirken besonders wirkungsvoll einsetzen kann.
Wir suchen dabei Unternehmer und Partner die zu diesem Konzept passen. Und wir suchen dafür auch geeignete Projektmanager, um unser Team weiter auszubauen. Sie sehen, das Motto des Mittelstandstages „Ideen für die Zukunft“ bleibt Auftrag!
„Ideen für die Zukunft“
31.05.10 Dem Motto des 10. Mittelstandstag Oberlausitz folgend hat der konstituierte UnternehmerBeirat die Unternehmer mit dem Einladungsschreiben aufgefordert Themenvorschläge zu unterbreiten, die Mitglieder und Partner unter den Nägeln brennen.
Daraus soll eine Prioritätenliste entstehen für die zukünftige Arbeit. Wo soll der BVMW-Oberlausitz besondere Flagge zeigen? Informieren Sie per Telefon, Fax, Mail die Regionalgeschäftsstelle!
Der neu eingerichtete UnternehmerBeirat wird zum Mittelstandstag berufen, versteht sich als themenübergreifendes Beratungsorgan beim Regionalgeschäftsführer und will sich im Zusammenwirken mit dem Politischen Beirat dafür einsetzen die Attraktivität des Standortes zu erhöhen und „Die Stimme des Mittelstandes“ noch mehr Kraft und Nachdruck verleihen. Besonders der Fachkräfteproblematik wird Augenmerk geschenkt.
Zum Beirat gehören derzeit 9 Unternehmen:
- Herr Matthias Medack, AIB Architekten- &
Ingenieurgesellschaft mbH, Bautzen - Herr Adrien Seidel,
BIT Bautzen IT Group GmbH Co.KG, Bautzen - Herr Klaus Lehmann
COVAC GmbH, Bautzen - Herr Johannes Miunske
Fahrzeugtechnik Miunske GmbH, Großpostwitz - Herr Reinhold Meier
Maxroi Graphics GmbH, Görlitz - Herr Jörg Schicktanz
Schicktanz GmbH, Sohland/Spree - Herr Ekkehart Gürtler
SIT Singwitz Industrietechnik GmbH, Singwitz - Herr Uwe W. Bartsch
Sphairon Technologies GmbH, Bautzen - Herr Dr. Christian Jakschik
ULT AG, Löbau
Damit ist seit dem 9. Mittelstandstag Oberlausitz eine weitere SIG-Spezial-Interessen-Gruppe entstanden und die vor einem Jahr gesetzten Ziele erfüllt.
Das BVMW-Netzwerk in der Oberlausitz hat damit an kollektiver Qualität wesentlich zugenommen. Die besondere Kraft liegt heute darin, dass von der Regionalgeschäftsstelle klare Strategien im engen Zusammenwirken mit den verschiedensten Gruppen verfolgt werden.
Der UnternehmerBeirat will zukünftig seine Kompetenz noch stärker einbringen und noch mehr Unternehmer zum Mitmachen animieren.
Bildungsbündnis Mittelstand
WissenSchaft Vorsprung
03.05.2010 Die Überschrift ist Programm, ist ein Kooperationsprojekt von Staatlicher Studienakademie Bautzen und BVMW-Oberlausitz.
Es ist ein Instrument erhebliche Potentiale zu heben, weil hinsichtlich Wissensproduktion und Innovation zwischen mittelständischen Unternehmen und Wissenschaft unterschiedliche Kulturen bestehen, die grundsätzlich verschiedene Zielstellungen verfolgen.
Als BVMW-Oberlausitz wollen wir starke Brücken zwischen den beiden Kulturen bauen, damit der Wettbewerb um geeignetes, leistungsfähiges Personal die Region nicht noch mehr an den Rand drängt.
Wir wissen seit PISA, dass jeder 5. Schüler nicht Ausbildungsreif ist. Die demografischen Entwicklungen und die gefühlte Perspektivlosigkeit tun ihr übriges.
In den Unternehmen wächst der Kosten– und Leistungsdruck; Bildung und Qualifikation ist ein Weg aus der Falle. Der Trend der Kannibalisierung verstärkt sich! Tun wir etwas gemeinsam!
Wir sehen die Berufsakademie mit ihren dualen Ausbildungssystem als einen zentralen Punkt, an dem netzwerkartig nicht nur Unternehmen aus ganz Deutschland, sondern auch andere Hochschulen und „BA-Zulieferer“, wie Gymnasien und Berufsschulzentren hängen.
Wir wollen Transferstrukturen entwickeln, die bei den unterschiedlichen Partnern zu einer „Win-Win-Situation“ führen; dazu sind eine Reihe konkreter Aktivitäten geplant, die wir zum 10. Mittelstandstag darlegen und am 31.08.2010 mit dem Wirtschaftskonvent beraten werden.
Es geht auch um die Wettbewerbsfähigkeit des Bildungsstandortes Bautzen. Zukunftsstandorte brauchen unabdingbar eine hohe Lebensqualität und ein spürbares Innovationsklima.
Konkrete Erwartungen an die Kommunen sind zu formulieren, die Dresden-Nähe muss als Standortvorteil verstanden werden.
Studenten als Wirtschaftskraft spielen in der öffentlichen Wahrnehmung eine viel zu geringe Rolle. Wir wollen uns gemeinsam darum kümmern.
Und noch einen weiteren Punkt möchte ich hervorheben:
Das duale System des Studiums ist geradezu eine Vorstufe, eine Übung für das Prinzip eines lebenslangen Lernens. Ohne dessen Verwirklichung wird zukünftig niemand der erfolgreich sein will mehr auskommen.
Es geht um berufliche Weiterbildung. Regelmäßige Weiterbildungskurse in einer „Unternehmer-Akademie“ wäre ein Weg den wir mit dem Bildungsbündnis Mittelstand gehen sollten.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen das Kooperationsprojekt mit Leben zu füllen, Erfahrungen haben wir schon aus anderen Projekten.
Das Neue am 10.
Der 10. Mittelstandstag Oberlausitz findet am 08.06.2010 statt.
Wie gewohnt treffen sich die Interessierten im Deutsch-Sorbischen Volkstheater in Bautzen. In einem Ambiente wo kulturvolle Kommunikation herausgefordert wird, beginnen wir 13.00 Uhr (Einlass) und enden mit Kultur und Büfett gegen 21.00 Uhr.
Noch stärker als in vergangenen Jahren ist die Plattform als Marktplatz der Kontakte, des Meinungsaustausches konzipiert! Kleine Ausstellungen sind wieder möglich.
Der 10. ist Anlass besonders den Nutzen der Arbeit des BVMW in der Oberlausitz herauszustellen. Viele werden sich wieder finden! Die Anzahl der SIGs wächst, die Kooperationen bauen wir aus! Das Grußwort hält der Görlitzer Landrat Bernd Lange.
Aus einer Vielzahl von Informationen für Sie, möchte ich Folgendes hervorheben:
- Evonik Litarion (Kamenz),
GF Dr. Ernst-Robert Barenschee - Bombardier Bautzen,
Director Engineering Uwe Berg - Deutsche Telekom,
Leiter Marketing Dirk Backofen - Batix Software Saalfeld,
GF Jörg Flügge
In einer Podiumsdiskussion wird sich der neu gebildete Politische Beirat vorstellen. Noch nie hatten wir CDU, Die LINKE, FDP und SPD in einer gemeinsamen Runde; Ausdruck des Willens parteipolitisch übergreifend Sachthemen zu diskutieren: „Was muss Mittelstand tun, um gehört zu werden, wie funktioniert Meinungsbildung im Parlament? Was können wir gemeinsam tun?“
An einem Novum arbeiten wir noch intensiv: Die Bildung eines Unternehmerbeirates und dessen Wahl durch den Mittelstandstag.
Mitte Mai versenden wir die Einladungen, merken Sie sich den Termin heute schon vor! Kommen Sie zum Treffpunkt des Mittelstandes in der Oberlausitz!
Wie in jedem Jahr kann die Veranstaltung nur mit Ihrem aktiven Sponsoring ermöglicht werden. Wir bitten Sie sich ebenfalls zu beteiligen, wir präsentieren Ihr Unternehmen auf den Einladungen, während der Veranstaltung, auf der Homepage incl. Verlinkung.
Marktplätze der Ideen
Spüren Sie auch wie das Bedürfnis nach Gemeinschaft wächst und gleichzeitig die Eigenverantwortlichkeit größere Bedeutung erlangt?
Die Suche nach dem jeweils richtigen Maß in einer Welt, die kein Maß mehr zu kennen scheint hat die Besinnung auf Sicherheit und Verlässlichkeit gefördert.
Es geht um eine Selbstverwirklichung im Team, man kann es auch Netzwerk nennen. Die Kunst und Herausforderung besteht heute gerade darin immer mehr „Ich“ zu sein und sich gleichzeitig auch auf ein mehr an „Wir“ einzulassen, oder anders gesagt: eine neue Balance zwischen sozialen und individuellen Werten zu erreichen. Der soziale Mehrwert, als entscheidender Faktor der Bindung erweist sich als die Quelle um fair etwas Gemeinsames zu tun. Wertvolle Erfahrungen, Ideen werden ausgetauscht!
In unseren Spezial-Interessen-Gruppen (SIGs) wachsen Werte wie Offenheit, Beteiligung und Kooperationsfähigkeit. Die Beteiligten lernen voneinander, vor allem besser zu führen. Egal ob es um werthaltige Tipps geht, oder wie es gelingt als Gruppe führend auf andere einzuwirken, was allein nie gelungen wäre.
Angesichts der Tatsache, dass Ideen wertvoller als Produkte sind, sind die SIGs Marktplätze des Informationsaustausches. Wer vernetzt ist, kann schneller reagieren. Das bringt mehr Erfolg im Wettbewerb, auch wenn konkrete Kooperationen zu allererst auch Verzicht auf Einfluss, Macht, Kontrolle und evtl. auch auf Umsatz oder Kunden bedeutet.
Unsere SIGs verfolgen sehr unterschiedliche thematische Ansätze, stets können wir hinter relativ kleinen Gruppen die Kraft des BVMW als Ganzes stellen, was zu neuen Synergien zum Nutzen des regionalen Wirtschaftskreislaufes führt.
Ob Wirtschaftskonvent, Business-Theater, Stausee Bautzen, Gesund & Vital, Wirtschaftsclub, oder die sich in Vorbereitung befindlichen Kooperationen mit der Staatlichen Studienakademie oder dem Museum Bautzen; sie alle sind neue Wertschöpfungsgemeinschaften die nach selbst aufgestellten Regeln arbeiten und von der Regionalgeschäftsstelle gemanagt werden.
Als besondere Gruppe konstituiert sich gerade der „Politische Beirat“, dazu im März mehr. Der Unternehmerbeirat Oberlausitz soll sich bis zum 10. Mittelstandstag Oberlausitz am 08.06.2010 bilden; Interessierte sollten ihr Interesse auch jetzt schon bekunden
Nicht idealer, sondern wirksamer Unternehmer sein!
(Maßstab des BVMW-Handelns)
Die Welt wird nach der Finanz– und Wirtschaftskrise (ich lege Wert auf die Unterscheidung) eine andere sein. Noch sind wir aber nicht im „Danach“! Aber das Handeln der Unternehmer ändert sich; und so verändert sich auch die BVMW-Arbeit: Weniger Veranstaltungsmanagement, dafür aber mehr Projektmanagement (d.h. SIGs und individuelle Hilfen zur Selbsthilfe).
Es geht um konzentrierte Antworten auf die Frage: Welchen Beitrag leisten, um das Mitglied (d.h. den Unternehmer) immer wirksamer zu machen?
Auch Bautzens OB Christian Schramm erwartet (ausgesprochen zum Business-Frühstück am 27.11.09) vom Unternehmer in erster Linie ein kluger Geschäftsführer zu sein. Die Rahmenbedingungen für den Mittelstand verändern wir nur, wenn wir uns selber ändern bzw. die gegebenen Marktbedingungen so gut wie möglich ausnutzen. Vieles kann nur im Netzwerk erfolgreich werden.
Als ich vor wenigen Tagen zu einer Beratung im Internationalen Hochschulinstitut in Zittau zum Thema „Das Idealbild des mittelständischen Unternehmers“ eingeladen war, ist mir besonders deutlich geworden, wie sehr sich die Gesellschaft einen Alleskönner wünscht. Aber: Das Idealbild eines Unternehmers gibt es nicht - das ist ein Mythos!
Auch mittelständische Unternehmen leben gerade weil sie sich unterscheiden; je klarer der Unterschied, je schärfer die Marktnische, je besser geht es ihnen wirtschaftlich. Wir werden konsequenter unterscheiden zwischen einen guten Menschen und einem wirkungsvollen Führer.
Es geht um ein qualitatives Wachstum der einzelnen Unternehmen. Das ist die beste Wirtschaftsförderung! Wirksame Führer bewegen sich im strategischen Marketingdreieck von eigenen Unternehmen, Kunde und Wettbewerb erfolgreich. Sie erkennen, dass die Schlüsselaufgabe qualifizierte Führung heißt, die im Hinterkopf Vertrauen und Fairness als immer bedeutsamere Währung hat und die zum „dramatischen Schöpfungs- & Liebesakt“ befähigt (siehe BVMW-Aktuell November).
Eine wirkungsvolle Führungskraft findet passende Antworten auf folgende im Komplex zu verstehende Fragen:
- Wie führe ich mich selbst?
- Wie lasse ich mich führen?
- Wie führe ich Andere?
So wie jedes Unternehmen einzigartig sein soll, so werden wir gemeinsam den BVMW-Oberlausitz immer Einzigartiger machen. Wir sehen uns mit keinen anderen Strukturen im Wettbewerb.
Eine besondere Rolle könnten dabei zwei Beiräte einnehmen an deren Bildung wir derzeit arbeiten. Der Unternehmerbeirat soll das Gremium sein, der zum Mittelstandstag bestätigt, die Richtungen der BVMW-Arbeit mit der Regionalgeschäftsstelle bespricht. Im Politischen Beirat (aus MdB, MdL, Unternehmern) sollen parteiübergreifend die Probleme des Oberlausitzer Mittelstandes hinsichtlich der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen beraten werden.
Schon jetzt betreiben wir insbesondere mit der BVMW-Aktuell und über die Internetplattform www.mittelstand-oberlausitz.com eine umfassende Informationspolitik. Wie schon mit der neuen Internetadresse begonnen, werden wir das im Jahr 2010 spürbar bis zum Mittelstandstag weiter verbessern. Wir nehmen uns insgesamt ein anspruchsvolles Programm vor, das nur umgesetzt werden kann, wenn noch mehr Mitglieder daran aktiv mitwirken.
Wilfried Rosenberg, Regionalgeschäftsführer, w.rosenberg@mittelstand-oberlausitz.com
Elastisch bleiben!
Ergänzend und vertiefend zum gleichnamigen Editorial im BVMW-Kurier 10/09 bleibt die hohe Differenziertheit der BVMW-Arbeit hervorzuheben.
Als Mitglied der derzeitigen Landesgeschäftsführung habe ich gerade in den planmäßig in den letzten Monaten durchgeführten individuellen Gesprächen mit unseren 24 Kreisgeschäftsführern in Sachsen erfahren wie unterschiedlich da an die Anforderungen herangegangen wird.
Die meisten Regionalverbünde in Sachsen sind um die Metropolen
Dresden, Leipzig, Chemnitz gruppiert, nur in der Region Oberlausitz ist
da anders (wie so häufig in der
Geschichte der Oberlausitz).
Unsere Potentiale sind andere, oft viel schwächere. Dennoch, oder
etwa gerade, ist es in der Oberlausitz gelungen eine vergleichsweise hohe
Präsenz der „Stimme des Mittelstandes“ zu erreichen.
Wir waren von Beginn an (1996) mit einer anderen Strategie, fußend auf der historischen Eigenständigkeit, den großen Branchenmix kleinerer Mittelständler in der Wirtschafts-region Oberlausitz herangegangen:
„Regional gemeinsam, lokal differenziert!“ Das betraf nicht nur die gebietliche Aktivität sondern auch das thematische Herangehen. Wir haben flächendeckend ca. 400 Mitglieder in der Region.
Neben den 42 Veranstaltungen für Alle (bisher in diesem Jahr), haben 21 Treffen von SIGs, den Spezial-Interessen-Gruppen, stattgefunden.
Die Anzahl der Gruppen ist in diesem Jahr gerade in letzter Zeit gestiegen: Südumfahrung Bautzen, Business-Theater-Treff, Wirtschaftskonvent, Wirtschaftsclub, Mittelstandstag, Stausee Bautzen, Gesundheit, Bürgersolar, Energie, Messe-Cottbus.
Die Aktivitäten sind i.d.R. mit bestimmten längerfristig zu verfolgenden Zielen und Projekten verbunden. Sie sorgen für die nötige Differenziertheit der Umsetzung der Interessenslage der Mitglieder und dafür, dass der BVMW elastisch bleibt.
Sie sind oder waren - weil mache auch nur für bestimmte Zeiträume
Sinn machen – die Aktionsgruppen, die Orte des Erfahrungs- und Meinungsaustausches.
Hier kennt man sich, das schafft Sicherheit, dort findet der einzelne
Unternehmer die nötige emotionale Balance.
Gerade in Zeiten, wo Fairness immer mehr zur Währung wird und sich
Gewinn nicht nur im Zahlenwerk einer BWA ausdrückt, sind diese SIGs
Heilmittel, die seelische Energie in Aktivität umwandeln.
Dort geht es ums „Mehren“ nicht ums Sparen! Es geht ums berührt sein; um ein Gefühl zu bekommen für die eigenen Entscheidungen und für die richtigen Partner. Nur so gelingt ein dramatischer Schöpfungs- und Liebesakt, dem eigentlichen Motiv auch unternehmerischen Handelns.
Wilfried Rosenberg, Regionalgeschäftsführer, w.rosenberg@mittelstand-oberlausitz.com
Mut zum Neustart!
Wir haben gewählt: Sachsen als Trendsetter der Republik!
Jetzt erwarten wir von den Gewählten eine mutige Politik des Wachstums (siehe rechte Spalte). Wenn ich mir die Wahlbeteiligung ansehe, habe ich Zweifel. Auch Landrat Michael Harig fragt: „Haben wir ein Wahrnehmungsproblem, ein falsches Bild von der Politik, des Staates? Wurde vielleicht zu lange suggeriert, dass Freiheit und Demokratie gleichbedeutend mit einem ständigen Mehr sind? Einem Mehr an Materiellen, an Zerstreuung, an Planbarkeit und Sicherheit?“
Auf jedem Fall erwarte ich eine Politik, die mehr mobilisieren kann,
die beim Gestalten glücklich macht, die im Wissen über Zusammenhänge
qualitatives Wachstum erzeugt.
Ohne Innovationen in der Politik und ohne Gestaltungswillen wird es nicht
gehen, auch wenn es für Politik und Verwaltung der bequemere Weg
zu sein scheint. Die Wahlergebnisse lassen vermuten, das sich der ideologische
Kampf zwischen den Lagern zuspitzt.
Als BVMW sind wir aufgefordert, die soziale Marktwirtschaft offensiv zu verteidigen. Dabei werden wir eine neue Form eines intensiveren Dialoges mit allen Bundes– und Landtagsabgeordneten aus der Oberlausitz führen.
Wir wollen darstellen, wie Politik die Rahmenbedingungen für den Mittelstand verändert, angefangen in den Gemeinden. Die Diskussion über Straßenbaubeiträge in Bautzen zeigt z.B. was passiert, wenn eine Satzung nicht rechtzeitig modernisiert wird, der Unwille der Bürger erst hoch kocht, dann eine Menge Unwissenheit und emotionalisierte Unterstellungen hinzukommen. Wie sich das eigentlich positiv mobilisierende Grundprinzip des Grundgesetzes „Eigentum verpflichtet“ ins Gegenteil umschlägt. Eigentum ist eben mehr, wie dessen wechselnder wirtschaftlicher Wert.
Eigentum, was sich nicht vermehren lässt, wird eben schnell zum Ballast. Das wissen alle Mittelständler. Eigentum ist immer auch Risiko; wird das Risiko immer größer, wird keiner mehr Verantwortung - erst recht nicht fürs Ganze - übernehmen.
Der Steuerstaat muss den Mittelständlern, den Leistungsträgern
überhaupt, Gelegenheit zum Aufbau von Eigenkapital geben, dann werden
sie auch „vernünftig“ Steuern zahlen!
Da wird das Verschuldungsgespenst bis in die Gemeinde hinein an die Wand
gemalt (z.B. auch in Bautzen) und so der Gestaltungswillen erdrückt,
anstatt ihn - den Veränderungswillen - gerade jetzt herauszufordern.
Das ist natürlich auch ein Anspruch an unsere Lobbyarbeit als BVMW, an alle Mitglieder, alle Unternehmer. Erfolgreiche Unternehmen (unabhängig von der Anzahl der Arbeitsplätze) sind die beste Wirtschaftsförderung. Sie entstehen wo Unternehmer zu sein Spaß macht, auch in der Oberlausitz!
Wilfried Rosenberg, Regionalgeschäftsführer, w.rosenberg@mittelstand-oberlausitz.com
Zum Optimismus gibt es keine Alternative!
Die Sommerphase habe wir bei reduzierten Veranstaltungsplan genutzt, um das individuelle Gespräch - auch noch als Auswertung des 9. Mittelstandstag Oberlausitz - mit Unternehmern zu suchen. Die Talsohle der Wirtschaftsleistung scheint erreicht. Auch wenn von Wachstum beim Wohlstand erst bei einer Steigerung von 3% gesprochen werden kann, steigt die Zahl der Optimisten in Deutschland.
Von Kreditklemme wollen die wenigsten Unternehmen sprechen, aber es bleibt ärgerlich, wenn einige Banken billiges Geld bekommen, damit wieder zur Zockerei übergegangen sind und die Eigenkapitalquote im Mittelstand bei 7-14% dahindümpelt.
Die Landtagswahlen in Sachsen zeigen: Die Mehrheit wünscht sich eine liberalere Politik und der Ruf nach dem Schutzmantel des Staates ist geringer ausgeprägt, wie das manche glauben, auch wenn das Systemvertrauen erschüttert ist. Gerade dieses Paradoxon stärkt die Eigenverantwortlichkeit und macht letztlich Stolz.
Die Überzeugung: „Der Aufschwung kommt“, ist ungebrochen, auch wenn nach den Zahlen der Abstand West zu Ost bleibt. Auch wenn nicht alle Wünsche in Erfüllung gehen, der Glaube daran, dass eigene Pläne gelingen, Vorsätze eingelöst und Probleme überwunden werden, beflügelt die meisten Unternehmer.
Mancher vermeidet den Begriff „Krise“. Gut, nennen wir es einen notwendigen Veränderungsprozess zum Besseren, zur Erschließung neuer Märkte und Produkte, die den Menschen Wohlstand bringen, weg von einer Maximierungs-Kultur. Geiz ist nicht geil! Das stattfindende Stolpern - das kennen ja alle - mobilisiert spürbar die Konzentration, nicht nur von denen, die Stolpern. Viele sehen wie sie die Balance halten können. Das stabilisiert das Ganze.
Es ist eben nicht der Zusammenbruch der sozialen Marktwirtschaft, sondern
das Wirken / Ausnutzen der dezentralen Intelligenz der einzelnen Marktteilnehmer
(Menschen), dem eine höhere Aufmerksamkeit zukommt. Mehr Zentralismus
würde dem nur schaden.
Wir haben es mit einem Konflikt zwischen Markt und Staat zu tun. Eine
intelligente Arbeitsteilung von Staat und Unternehmen ist die Herausforderung;
auch für Unternehmer und erst recht für den BVMW.
Wie kann der Mittelstand das ihm zustehende Gewicht in den Meinungsbildungsprozess einbringen? Als BVMW haben wir dabei schon einiges in die Waagschale geworfen. Ein wichtiges Pfund ist die Zuversicht, der Uroptimismus der Mittelständler; eine Macht die aus unserer Lebenseinstellung entspringt, aber auch das nötige Umfeld erfordert.
Genau an diesen Schnittstellen setzt die Arbeit des BVMW an: Beziehungen so managen, dass der Mittelstand im Spannungsfeld von Kooperation und Konkurrenz eine starke Stimme hat. So wird die Zuversicht weiter wachsen. Zum Optimismus gibt es im Mittelstand keine Alternative!
Wilfried Rosenberg, Regionalgeschäftsführer, w.rosenberg@bvmw-oberlausitz.de
Zukunft neu denken - auch im BVMW-Oberlausitz!
06.07.09 Das Positive in Krisenzeiten ist es gerade, das sich die Chancen für neue Denkweisen und Geschäftsmodelle verbessern . Eingefahrene Wege werden leichter verlassen. Die Unternehmerlandschaft wird in 3 Jahren eine andere sein. So manche Vertrauensbasis zerbricht, neue Netzwerke entstehen, bzw. werden neu justiert. Erfolg heißt sich ändern! Für den Einzelnen, für ganze Unternehmen und so auch für den BVMW-Oberlausitz.
Zum 9. Mittelstandstag Oberlausitz hatte ich versucht herauszuarbeiten, was - auf einer soliden Basis aufbauend - jetzt „neu gedacht“ werden sollte. Das BVMW-Kernteam versteht sich als Netzwerkknoten, als Führungs– und Koordinationszentrum. Die Frage aber bleibt, wie viel Kraft wir bündeln können, um die große Heterogenitiät des Mittelstandes an bestimmten Punkten zu überwinden und so gegenseitigen Nutzen zu stiften.
Die Schwierigkeit besteht zunächst einmal darin, das zu erwartende „morgen“ zu definieren und zu beschreiben. Ich fordere die BVMW-Mitglieder und Partner auf, sich bis Anfang Dezember 2009 an einen Diskussionsprozess zu beteiligen der den BVMW-Oberlausitz anders, d.h. besser macht! Es geht uns um eine neues Geschäftsmodell bei dem besonders der Kommunikationsprozess eine höhere Qualität erreicht, der zu immer mehr Zusammenhalt führt.
Das entsteht durch gemeinsame Ideen, Werte, Ziele; der Politisierung des Management, bei dem Wirtschaft, Kultur und Politik im Zusammenhang erfasst wird. Wir sehen dabei Handlungsbedarf zu folgenden Feldern:
- In individuellen Gesprächen finden wir die gewandelten Bedarfe
der Unternehmer heraus und präzisieren unser Dienstleistungsangebot
als Netzwerkknoten; die vertrauensvolle Zusammenarbeit verstärkt
sich.
Das Veranstaltungsangebot wird gestrafft und inhaltlich verändert. - Die politische Lobbyarbeit wird thematisch differenzierter und konzentrierter geführt, die Kontakte zu den Landesbehörden verstärkt entwickelt.
- Die SIGs entwickeln sich immer mehr zu
Erfa-Gruppen, mit den Themen Führungsqualität und Kooperationsfähigkeit. - Wir initiieren weitere Kooperationsprojekte, wie z.B. „Die ganze Welt ist Bühne!“ oder andere wirtschaftlich-technische Netzwerke.
- Das qualitative Wachstum ermöglicht die Schaffung von 2 neuen Arbeitsplätzen in der Regionalgeschäftsstelle und führt zu einer Stärkung der Mitgliederbasis.
Wilfried Rosenberg, Regionalgeschäftsführer, w.rosenberg@bvmw-oberlausitz.de
Planungspanne
meint die Sächsische Zeitung am 03.06.09, weil die DBG-Lausitzkonferenz zeitgleich zum Mittelstandstag stattfindet.
Schön das die Gegensätze kaum deutlicher hervortreten können – an einem Tag. Nicht nur was die Vielschichtigkeit der Redner zum Mittelstandstag betrifft.
Ich kann auch nicht erkennen welche Antworten gerade für die Lausitz vom DGB gegeben werden. Da schwingt man sich in alter Klassenkampfrhetorik auf: “Löhne drücken, Steuern sparen, Tarifverträge brechen, Umwelt zerstören, Kinder ausbeuten, all dies hat Neoliberalismus gefördert. Er hat das Leid von Menschen zum Wettbewerbsvorteil umdefiniert.“ Und deshalb fordert Hajo Lucassen (DGB Vorsitzender Bezirk Sachsen) einen „Kurswechsel für die Lausitz“.
Wer derzeit zu Streiks aufruft, will die Lage nicht erkennen, ebenso
wie die die nach Rettungsschirmen rufen, oder sind das die gleichen DGB-Funktionäre
die dahinter stehen?
Unser Motto dieses Jahr "Die Zukunft beginnt heute!" spricht
eine optimistische Sprache! Die Konferenz ist ein Treffpunkt der Leistungsträger,
ein großer Erfahrungsaustausch, wie man unschwer am Programm erkennen
kann und kein Klassenkampfplatz; sozusagen das Gegenstück zur Lausitzkonferenz
des DGB.
Die Lausitz braucht keinen Kurswechsel, sie soll und wird weiter erstarken.
Auch wenn uns das alles nicht schnell genug geht und wir bekanntermaßen
auch viele Kritiken haben!
Eine Stärke der Region ist im Übrigen, dass unsere Mittelstandsbetriebe
im Wesentlichen gewerkschaftsfreie Zonen sind und sich so einigermaßen
ihre Flexibilität bewahrten, um im Wettbewerb aufzuholen, und zwar
auch im Interesse der Mitarbeiter.
Unternehmer (nicht Arbeitgeber) und ihre Mitarbeiter (nicht Arbeitnehmer) machen sich Gedanken wie sie weiter auf Wachstumskurs bleiben. Sie wissen um die Schwere der Aufgabe und kennen die Ursachen der Finanzkrise die bekanntlich nicht im Mittelstand liegen.
Der Staat sei nicht handlungsfähig meint der DGB. Ich sage: Er rettet die Großen während zum kleineren Unternehmer eher der Insolvenzverwalter kommt.
Eine Lobby für den Mittelstand zu sein ist unsere Aufgabe!
Angesichts der Parolen des DGB wird das Eintreten für Mittelstandsinteressen
offensichtlich gerade jetzt immer wichtiger. Warum sollte es da eine Planungspanne
sein, wenn zwei so unterschiedliche Konferenzen an einem Tag stattfinden?
Wir erwarten Sie zum Mittelstandstag – das wäre ein klarer
Beitrag!
Wilfried Rosenberg, Regionalgeschäftsführer, w.rosenberg@bvmw-oberlausitz.de
„Zukunft beginnt heute!“
04.04.09 Mit diesen trotzig-optimistischen Motto will die Initiatorengruppe für den 9. Mittelstandstag Oberlausitz Unternehmer wie Politiker auffordern gemeinsam nach vorn zu schauen, Schulterschluss zu üben und in der Öffentlichkeit alle Klassenkämpferischen Einlassungen zu unterlassen.
Der Wirtschaftskonvent Oberlausitz stellte zu seiner Beratung bei digades in Zittau fest: „Es ist als ob man in einer Wüste steht, nach Wasser sucht und weiss nicht wo. Tödlich ist aber stehen zu bleiben!“
Gerade in diesen schwierigen Zeiten kommt es darauf an, intensiv Erfahrungen
auszutauschen; neben der Stärkung der Lieferbeziehungen.
Die letzten drei Beratungen des Wirtschaftskonvents verdeutlichten, wie
am Beispiel der Nutzung des Kurzarbeitergeldes sich die Herangehensweise
der Unternehmer gewandelt hat, wie neue flexible Arbeitszeitmodelle entstehen,
die eigentlich erst nach der Krise greifen werden.
Wirtschaft ist immer dynamisch, Dank dem Wettbewerb. Krisenzeiten gehören ganz selbstverständlich zum Wirtschaftsleben und sind eben gerade kein Marktversagen! Wenn es Versagen gibt, ist es ein Versagen des durch die Politik zu setzenden Ordnungssystems.
Wir brauchen einen Ordnungsrahmen in dem die Markwirtschaft ihre Wohlstandstreibenden Kräfte in geordneten Bahnen entfalten kann. Innovative Mittelständler lernen schnell sich in diesem Rahmen zu entfalten.
Von Politik und Gewerkschaften geforderte Schutzschilde verhindern schnelle Anpassungen und bremsen die Dynamik des Umsteuerns. Sie sind außerdem Ausdruck des Misstrauens bestimmter politischer Kräfte in die Aktionsfähigkeit der Menschen, bzw. auch Wirkung einer starken Lobby.
Wie sonst ist zu erklären, dass der Staat die saniert, die für das Desaster wesentlich mitverantwortlich zeichnen. Wie kann eine Deutsche Bank wieder im Geschäft Geld gegen Geld 25% Rendite erzielen, wo für viele Mittelständler der Markt total zusammengebrochen ist?
Kann Herr Ackermann die Marktwirtschaft auch als moralisches System erklären? Genauso könnte man danach fragen, welche moralischen Wirkungen die staatliche Ausschreibungsordnung verursacht.
Mittelständler wollen nicht in die Kategorie der Gutmenschen eingestuft
werden, wie das die meisten Politiker möchten. Sie wollen mit ihren
Mitarbeitern leistungsfähige Unternehmen, damit sich die Gesellschaft
auch in Zukunft Theater in Bautzen bzw. Görlitz leisten kann.
Sie wollen aber ihr Theater und kein über ihnen schwebendes „Kulturraum-Theater“
mit dem sich niemand wirklich identifizieren kann!
Als BVMW wird es uns auch in Vorbereitung des 9. Mittelstandstag Oberlausitz darauf ankommen, die Lobby für die mittelständischen Werte zu verstärken, damit die Zukunft heute beginnt!
Wilfried Rosenberg, Regionalgeschäftsführer, w.rosenberg@bvmw-oberlausitz.de
Krise ist Chance - auch für Steuersenkungen!
02.02.09 Über Konjunkturprogramme lässt sich vortrefflich streiten. Aber jetzt ist es erstmal wichtig das üppige Geld in Aufträge „umzuwandeln“.
Manchmal denke ich mir, eigentlich hat das doch jahrelang funktioniert.
Der Staat subventioniert, die Amerikaner verschulden sich, die deutsche
Wirtschaft wächst. Schön?
Die G20 scheinen auch so zu denken? Ich glaube das ist nur die Vertagung
der Probleme.
Noch Anfang Januar erklären mir die meisten Autohändler: Abwrackprämie
bringt nichts. Heute: „So viele Käufer hatten wir schon lange
nicht mehr im Autohaus.“
Politiker, wie Finanzminister Steinbrück meinen, er hätte die Haushaltssanierung erreicht, wenn die Krise nicht dazwischen gekommen wäre - ein Hohn!
Das ist so, als ob ein Unternehmer seine Preise beliebig erhöht, um sich zu sanieren. Jeder Unternehmer weiß, das geht nur, wenn er seine Strukturen ändert und neue Angebote unterbreitet, die geeigneten Mitarbeiter findet, sie mobilisiert. Nur der Staat macht es über Gesetze!
Er zockt den Bürger und Unternehmer ab, meint so sich saniert zu haben, ohne je ans wirkliche Sparen zu denken. Das treibt den Bürger z.B. in die Schwarzarbeit und kriminalisiert die Unternehmer wenn sie versuchen die erdrückende Steuerlast zu minimieren. Das verdirbt die Moral!
Wenn selbst der Bundespräsident in Frage stellt, das stetes Wachstum die Antwort auf die brennenden Fragen ist, dann frage ich mich, was passiert mit einem Unternehmen was sich keine Wachstumsziele setzt; die bekanntlich im Mittelstand nicht die Entwicklung des Börsenwertes im Zentrum hat.
Wirtschaft ist vor allem Mittelstand.
So wie von vielen Unternehmern neue Geschäftsmodelle kreiert werden, so erwartet der Mittelstand vom Staat einen starken, aber schlanken Staat. Es geht um klare Regeln, die Mittelstand erhalten und nicht um Regulierung die eher Strangulierung bedeutet.
Mehr Netto vom Brutto für Bürger und Unternehmer ist das wirksamste Programm für Wachstum und Zufriedenheit. Der fürsorgliche Staat entmündigt, entzieht Verantwortung und ist unsagbar teuer. Betrachten wir Krisenzeiten als Übergangszeit, als Umbauzeit. So liegt das Wichtigste noch vor uns.
Eine zukunftsfähige Oberlausitz zu gestalten verlangt noch mehr Schulterschluss zur Verwirklichung gemeinsamer Ziele. Hier sind auch die Landräte gefordert. Wenn dazu Staat und Kommune einen aktiven, ideologiefreien Kommunikationsprozess hinbekommen, werden die meisten Bürger bei mehr Anstrengung auch glücklicher sein.
Wilfried Rosenberg, Regionalgeschäftsführer, w.rosenberg@bvmw-oberlausitz.de
Wirtschaft im Wertewandel
Verstärken wir gemeinsam den Trend!
30.01.09 Eines ist für mich klar: Die Krise wird nicht vom Staat bewältigt, auch wenn es derzeit so scheint. Es werden wieder die Unternehmen sein müssen!
Freiheit und wirtschaftlicher Erfolg sind Zwillinge! Staat kann nur Geschaffenes verwalten, Rahmenbedingungen setzen, aber wirtschaftliches Wachstum wird nur mit innovativen Unternehmen erreicht.
Sie schaffen die Grundlage für einen wettbewerbsfähigen Standort. Ministerpräsident Tillich hat gerade auf den Schulterschluss von Wirtschaft und Politik anlässlich der Beratung mit dem BVMW-Wirtschaftssenat hingewiesen.
Die unvorstellbare Finanzkrise lässt deutlich erkennen, wie gefährlich die Abkopplung des Gewinnstrebens vom werteorientierten Handeln ist. Andererseits verstärkt die Krise eine gesellschaftliche Gegenbewegung. Die Sehnsucht nach Nähe, Intimität, Freundschaft und Unmittelbarkeit wächst.
Die Menschen spüren, dass die Gier nach abstrakter Rendite-Maximierung nicht wirklich zufrieden macht. Die wirklichen Tugenden des Unternehmertums treten hervor: Verantwortung, Haftung und Risiko gleichzeitig übernehmen zu wollen!
Kreativität und Mut von jedem Einzelnen ist gefragt! Das weiß jeder Unternehmer, aber viel zu oft höre ich auch, dass man ein System nicht ändern könnte.
Es geht gar nicht um die „Systemfrage“. Es geht um die gelebte soziale Marktwirtschaft, die Leistung und Mitwirkung belohnt und die bestraft, die auf Kosten der Gemeinschaft nur „abzocken“ wollen.
Wenn Viele mittelständische Werte vorleben, sind Andere in der
Minderheit, dann kippt der Trend, es entsteht eine Art von Gemeinschaftsgeist
bei dem Anstand immer mehr zur
Währung wird.
Als BVMW organisieren wir die Meinungsbildung in unserem Netzwerk, die Spezial-Interessen-Gruppen (SIG) sind die wichtigsten Knotenpunkte. So arbeiten wir daran, Mehrheiten für ein marktwirtschaftliches System immer wieder neu zu schaffen.
Je intensiver wir die praktische Zusammenarbeit in Unternehmergruppen voranbringen, je nachhaltiger können wir die politischen Rahmenbedingungen für den Mittelstand beeinflussen, sie mitgestalten.
Gut wäre es wenn jeder Mittelständler den alten Ausspruch von Kennedy parat hat: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst.“
So entstehen bessere Rahmenbedingungen, die bessere Chancen für den Einzelnen sind.
Wilfried Rosenberg, Regionalgeschäftsführer, w.rosenberg@bvmw-oberlausitz.de
Krise ist Chance - wo werden wir Ende 2009 stehen?
08.12.08 Reden wir über die Gewinner: Kann die Gesellschaft eine Krise als Glücksfall, als Entwicklung verstehen?
Es ist immer so gewesen: Der Abschwung der einen Seite, beflügelt den Aufschwung auf anderen Gebieten. Wichtig bleibt, die Trends für sich richtig zu deuten und zu handeln. Natürlich gibt es keine gleichmäßige Welle und 2009 geht es um eine große Welle. Wir wissen doch was den Unternehmens-Erfolg verhindert: Schlechtes Management, schlechtes Marketing oder zu wenig Kapital. Produkte und Märkte wandeln sich, sind austauschbar.
Die Chancen gehören dem innovativen Mittelstand! Der ist flexibel genug, die sich bietenden neuen Möglichkeiten zu erkennen. Für diesen gilt es durch den BVMW die heute nötigen Rahmenbedingungen einzufordern, mit unseren gewachsenen Netzwerk die Türen zu öffnen. Damit Viele davon profitieren gilt es den Erfahrungsaustausch zu pflegen.
Wir sehen es als vordringliche Aufgabe an, der Gesellschaft den Wert „Mittelstand“ zu vermitteln und wissen wie wichtig starke Einzelpersönlichkeiten für ein starkes Netzwerk sind.
Gemeinsam haben wir auch 2008 wieder viele Erfahrungen gesammelt, die uns bestärken auf Kontinuität zu setzen. Aber dennoch übersehen wir nicht, was verändert werden sollte:
- Wir werden noch individueller mit den Mitgliedern und Partnern arbeiten, um differenzierter die Probleme zu erfassen. Dabei ist es uns besonders wichtig unser Netzwerk spürbar auszubauen, mehr Mitglieder zu gewinnen, um noch schlagkräftiger zu werden. Zwei neue Verbandsbeauftragte sollen das unterstützen.
- Ein bestimmter Teil von Mitgliedern nutzt die etablierten Veranstaltungsmarken. Neben den Hauptevents (Mittelstandstag, Bühnenball, Gesundheitsforum) konzentrieren wir uns auf Business-Talks und Business-Frühstücke, die wir inhaltlich anreichern wollen. Integriert werden auch dort die verschiedenen Wahl-Talks.
- Projekte sind besondere Erkennungsmarken, die wir gemeinsam mit SIG`s realisieren: Theater, Jugend, Marketing– und Innovationsverbund sind dafür die Stichworte. Im Vorfeld mit dem Mittelständischen Unternehmertag in Leipzig am 06.10.09 entwickeln wir ein Projekt der Zusammenarbeit mit dem BVMW-Leipzig.
- Intensive Lobbyarbeit wird noch differenzierter, vor allem in Verbindung mit den Landtags– und Bundestagswahlen gemacht. Das Thema Gewerbesteuer soll einen besonderen Platz einnehmen.
Das alles wird nicht ohne Mithilfe der Mitglieder und Partner gelingen. Ich bin mir aber sicher, dass das BVMW-Team auf Sie zählen kann!
Intelligente Netzwerke bilden!
03.11.08 Die aktuellen Ereignisse machen uns auf eine notwendige Ressource aufmerksam, die an vielen Stellen abhanden gekommen scheint. Dabei fallen verschiedene Entwicklungen zusammen: Finanzmärkte brechen ein, die Wirtschaft verschluckt sich, die Informationsgesellschaft muss dazulernen weil die Intelligenz des Einzelnen in Vielfalt und Änderungsgeschwindigkeit an ihre Grenzen stößt.
Jetzt spüren wir, wie wichtig Vertrauen gerade auch in der Marktwirtschaft ist, um sie als sozial zu bezeichnen! Wir merken, ohne Vertrauen funktionieren Märkte nicht nachhaltig und die Marktteilnehmer nehmen Schaden.
Die Gesellschaft wird erschüttert! Ich bin optimistisch: Sie wird daraus lernen! Es ist ja nicht neu das Freiheit stets auch Verantwortung, Haftung gegenüber der Gesellschaft braucht; die Gesellschaft hofft darauf vertrauen zu können.
Also typische mittelständische Haltung, die mit dem Begriff des Inhabers, des Eigentümers der gleichzeitig die Führung inne hat beschrieben ist. Ist das in der Politik, im Staate, in verschiedenen Konzernen auch so?
Bleiben wir in der Unternehmerschaft. Das Funktionieren von vernetzten Systemen ist Voraussetzung für zukunftsfähige Lösungen/Produkte. Im Unternehmen müssen Unternehmer nicht nur Aufgaben stellen, organisieren und kontrollieren, sie müssen immer mehr in der Lange sein Menschen zu begeistern und ihre Fähigkeiten zu bündeln.
Mitarbeiter sollen sich die Werte des Unternehmens, die Idee des Unternehmens, mit dem Inhaber teilen können. Ohne ein hohes Maß an Transparenz kann es nicht gelingen eine kollektive Intelligenz aufzubauen.
Gleiches gilt im Zusammenhang mit anderen Unternehmen, aber auch in der Gesellschaft überhaupt. Netzwerke - bei uns auch SIG‘s genannt - bedürfen eines kollektiven Wahrnehmungsorgans. Es ist die Aufgabe gestellt bestimmte Intelligenzen der Einzelnen zusammenzulegen, um auf bestimmte Tendenzen zeitnah reagieren zu können.
Verabredete Spielregeln und Vertrauen darauf das sie funktionieren uns unabdingbar. Es geht nicht um einen neuen Kollektivismus, es geht um den Nutzen für den Einzelnen, der auch die Marktwirtschaft voran bringt.
Wie gut gelingt es dem Freistaat Sachsen, den Regionen, den Landkreisen,
den Gemeinden ein kollektives Wahrnehmungsorgan zu sein? Gerade von den
Bürgermeistern und Landräten erwarten wir die Wahrnehmung ihrer
Verantwortung als
Moderator. Ein „Weiter so!“ darf nicht zugelassen werden!
Der Kampf um die besten Köpfe
06.10.08 Der Wohlstandsgesellschaft folgt die Leistungsgesellschaft. Im Jahre 2030 werden 68% der jungen Leute ihren Lebensraum in der Arbeit suchen, zugleich aber auch das Leben genießen wollen, so schätzt es eine Studie vom Zukunftsforscher Opaschowski ein. Werden in der Oberlausitz ausreichend Leistungseliten zu Hause sein?
In unserer Mitgliederbefragung stimmten 62,5 % der Behauptung „Es gibt zu wenig qualifiziertes Personal für Kleine– und mittlere Betriebe“ in hohen und sehr hohen Maße zu. Sowohl die BUT, als auch die Bildungskonferenz der Marketing-Gesellschaft (MGO) vom 18.09.08 haben verdeutlicht: Schule und Wirtschaft ist in Bewegung gekommen! Die Anzahl von Kooperationen ist spürbar durch die Aktivität der Unternehmen und die Interessiertheit der Schulen (d.h. der Lehrer) angewachsen. Die staatlichen Ganztagsunterstützungen befördern den Prozess.
Jetzt wird aber deutlich wo Defizite liegen:
-
Die regionale Bildungsagentur (Regionalschulamt) ist weitestgehend Zuschauer in diesem Prozess. Dieser Staat im Staate läuft der Entwicklung offenbar hinter her.
-
Die MGO kann gute Beispiele der Zusammenarbeit herausheben, aber eine Strategie zur Entwicklung des Bildungsstandortes Oberlausitz kann sie nicht aufstellen. Dazu muss von den Landratsämtern entschieden mehr unternommen werden.
-
In den Städten und Gemeinden muss noch mehr beachtet werden, dass die Bildungsstätten nur im fairen Wettbewerb besser werden und es in den Räten hoher Priorität für deren Anliegen bedarf.
-
Schulstandorte, wie die Berufsakademie und das Berufsschulzentrum Technik in Bautzen müssen weiter ausgebaut werden.
Die Unternehmer sollen die treibende Kraft bleiben. Nichts beflügelt Politiker mehr als die Unterstützung engagierter Bürger. Die Teilhabe am Wirtschaftsleben schon in der Schule, dürfte sich als ein Grundbedürfnis herausbilden lassen. Es gehört doch für einen leistungsfähigen freiheitlich handelnden Bürger dazu, eine Wirtschaftsordnung zu verstehen, die das natürliche Streben nach Reichtum in produktive Bahnen lenkt und so Gemeinwohl fördert. Zu verstehen, wie der Staat den Rahmen setzt, damit sich die Kraft des Wettbewerbs entfaltet ist von Wichtigkeit.
Kanzlerin Angela Merkel hat am 22. Oktober nach Dresden zum Bildungsgipfel geladen, mit hohen Erwartungen schauen wir auch aus der Oberlausitz dahin. Ich hoffe sie hat dann ihren unlängst getätigten Ausspruch noch im Hinterkopf: „Ein Deutschland ohne Familienunternehmen (den Mittelstand eben) ist nicht mein Deutschland“.
Optimismus fühlt sich anders an!
01.09.08 Aus vielen Gesprächen der letzten Wochen wird deutlich: Viele wichtige Unternehmen des Wirtschaftsraumes Oberlausitz setzen ihre erfolgreiche Entwicklung fort. Immer mehr schwingt auch der Stolz auf das Geschaffene mit, aber gleichzeitig ist mit dem hohen Tempo der Entwicklung auch die Hektik gewachsen.
Gerade in der schon langsam vergangenen Urlaubszeit
war zu spüren, wie knapp die Spielräume sind, wenn die Aufgaben
des Urlaubers von Anderen mit übernommen wurden. Wobei „der
Andere“ auch sehr oft der/die Chef(in) des Unternehmens selbst
ist.
Der Kampf um den Ertrag in jedem einzelnen Unternehmen wird (bei wachsenden
Einkaufs– und Lieferpreisen) immer härter, bei den Sozialabgaben
ist auch keine Besserung zu erwarten. Die Inflation drückt aufs
Gemüt.
Mitarbeiter erwarten mehr Lohn. Gibt der Unternehmer etwas dazu, kommt da gerade wegen der Sozialabgaben nur 50 % beim Mitarbeiter an. Die IG Metall will 7% und wird so den Abwärtstrend beschleunigen. Die Hoffnung, dass deutsche Politik den Mittelstand, (bei allen Förderungen) wirklich fördert, schwindet immer mehr. Klar, jeder Unternehmer muss sich mit seinem Unternehmen behaupten! Das Kümmern wird erwartet; wenn ihn aber dabei anderes nicht interessiert, bekommt er öffentliche Vorwürfe.
Wir spüren einen Wertewandel der verbunden ist mit dem Wandel von der Industrie zu einer Wissensgesellschaft. Eine wichtige Ressource ist dabei aber das Vertrauen aufeinander. Wenn es schon in der Gesellschaft als Ganzes nicht gelingt, dann sollte es uns als Unternehmer noch besser gelingen, auch unter den Bedingungen des Wettbewerbs fair miteinander umzugehen. Generieren wir Wohlstand durch Vermehrung von Wissen, Talenten und Kompetenzen! Setzen wir auf mehr Unternehmerkultur.
Unser Motto „Die beste Standortförderung sind erfolgreiche Unternehmer und begeisterte Kunden“ gilt es durch noch individuellere Arbeit umzusetzen. Weiter bitte ich Sie einen Beitrag zu leisten für die weitere quantitative und qualitative Stärkung des BVMW. Unsere Mitgliederstärke, d.h. den Vernetzungsgrad wollen wir weiter erhöhen, welche Unternehmer können Sie uns als Mitglied empfehlen? Verkennen wollen wir in diesem Zusammenhang auch nicht: Ohne aktive Lobbyarbeit für den Mittelstand wären die Waffen zwischen Regierung und Parlament, zwischen Politik und Öffentlichkeit noch ungerechter verteilt!
Unternehmer müssen politischer werden! Lobbyist BVMW nutzen!
07.07.08 Immer mehr Unternehmer spüren, wenn der Mittelstand gerade im Osten nicht politisch zerrieben werden will, muss er sich politisch engagieren. Manche meinen dafür ist keine Zeit. Dahinter ist nicht nur die Geschichte mit dem Holzfäller der keine Zeit hatte seine Axt zu schärfen, sondern auch oftmals fehlendes Verständnis, wie Lobbyarbeit organisiert wird und das es gar nicht zu erst darauf ankommt in Parteien einzutreten und sich in Parlamente wählen zu lassen.
Eigentlich ist das anzuwendende Prinzip ein für Unternehmer alltägliches: ich delegiere Aufgaben! Der BVMW ist mit seinem innovativen Geschäftsmodell besonders geeignet aktiver Lobbyist für die Mitgliedsunternehmen zu sein. Die Verbandsbeauftragten sind selbst Unternehmer und keine angestellten Funktionäre, die wie Bürokraten zuerst versuchen ihren Job zu sichern.
Ich schöpfe viel aus den 524 Gesprächen, die ich im 1. Halbjahr mit Unternehmern führte, formulierte daraus Standpunkte und transportierte die u.a. in den 131 Gesprächen mit Politikern und Behördenchefs, oder bei den 46 Kontakten mit den Medien. Lobbyarbeit beginnt mit der Organisation eines vielgliedrigen Meinungsbildungsprozess. Die Meinung von selbstbewussten, erfolgreichen Unternehmern in einem Punkt zusammenzulegen erweist sich oft als langwierig, dazu braucht es Zeit, auch zum Vertrauensaufbau.
Es geht neben den Wiederholbaren (wie z.B. einer bestimmte Ware am Markt) immer um etwas stetig Neues, was an etwas historisch vergängliches anknüpft. Lobbyarbeit ist ein innovativer Prozess. Den „lagern“ sinnvoller weise die Mittelständler aus! Hier ist sicher nicht der Platz das weiter auszuführen, aber sicher muss der Mittelstand seine Lobbyarbeit branchenübergreifend weiter qualifizieren.
Mancher Bürger versteht Lobbyarbeit als etwas bedrohliches, verkennt wird dabei die Tatsache, dass die Unterschiede die Entwicklung voran bringen und Lobbyarbeit kanalisiert die verschiedenen Interessenslagen, um in einem demokratischen Willensbildungsprozess zu praktischen Entscheidungen in der Gesellschaftspolitik zu gelangen. Vor uns steht im Zusammenhang mit den neu konstituierten Kreistagen und Kreisverwaltungen die Aufgabe, Positionen deutlich zu vermitteln. Von den Politikern erwarten wir, dass die im Wettbewerb stehenden Verbände gleichermaßen mit einbezogen werden und nicht auf die Meinung einzelner Unternehmen gehört wird, weil da Einzelinteressen schnell dominieren.
Es muss gelten: Wer gehört werden will, muss sich in Meinungsbildungsgremien, wie wir sie in Form der SIGs haben einbringen. Für mich ist Lobbyarbeit immer verbunden mit der Entwicklung des Wirtschaftsraums Oberlausitz. Das ist geknüpft an das Erzeugen einer visionären Kraft die Zukunft mit gestalten zu können. Als BVMW haben wir unsere Kompetenz als Meinungsführer Mittelstand stetig ausgebaut. Jetzt suchen wir 2 Team-Verstärker, wer traut sich als Verbandsbeauftragter mitzuwirken?
Parteipolitisch unabhängig!
12.06.08 An verschiedensten Stellen der Ausführungen und Diskussionen am 8. Mittelstandstag verdeutlichte sich: Unternehmer müssen politischer werden! Auch in der Oberlausitz.
Was nicht gleichermaßen parteipolitisches Engagement heißt. Der BVMW, als die Stimme des Mittelstands orientiert sich konsequent an den Interessen der Unternehmer und agiert in diesem Sinne mit allen Parteien, aber von ihnen unabhängig. Manchmal ist mir insbesondere im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen gesagt worden, wir sollten uns doch neutral verhalten. Wozu sollen Neutralität bei politischen Interessen gut sein? Wir sind aber nicht auf eine Partei fixiert! Vor allem dann nicht, wenn Parteien fortschrittliche Idee einbringen und anpacken, unternehmerische Initiative gefördert wird, Wachstum das Ergebnis ist.
Vor allem sind wir aufgefordert die soziale Markwirtschaft und die Freiheit mit Anstand, fair, engagiert und vernetzt zu verteidigen! Es ist im Interesse des einzelnen Unternehmens wichtig der undifferenzierten Gerechtigkeits– und Umverteilungsdiskussion entgegenzutreten, damit die Diktatur der Gutmenschen die Engagierten nicht noch mehr entmündigt und den Bürger nur als Konsumenten zurücklässt.
Bei den Kommunalwahlen orientieren wir uns an den
zur Wahl stehenden „Köpfen“, unabhängig von
den Parteien. Wer für wirtschaftliche Entwicklung der Region
glaubhaft und kompetent steht, wird unterstützt. Bei den Bundestagswahlen
werden wir auf der Grundlage der Wahlprogramme der Parteien so genannte
Wahlprüfsteine aufstellen und daran „messen“, welche
Partei den
Mittelstandsinteressen am Nächsten steht. Im übrigen stehen
wir auch dafür, dass der bekannte Spruch wieder gilt: „Wenn
es meinem Unternehmen gut geht, geht es auch dem engagierten Mitarbeiter
gut!“
So finden sich auch viele gemeinsame Interessen von Unternehmer, Mitarbeitern, Bürgern. Für mich ist Lobbyarbeit immer verbunden mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Region.
Freude am Unternehmertum schafft Arbeitsplätze! Wirklich?
05.05.08 Natürlich ist es nicht, und auch nicht in erster Linie die Freude am Unternehmer sein was letztlich für den Aufbau von Arbeitsplätzen verantwortlich ist. In erster Linie sind es das Agieren in „Zukunfts“- Branchen und –Märkten, das Vorhandensein von Wettbewerbsvorteilen, sowie umfangreiche Erfahrung (incl. Wissen, Kontakte, Führungsqualitäten). Wenn aber zur Gewinnmaximierung Trends wie:
beachtet werden müssen, dann spielt die Unternehmerpsyche eine immer größere Rolle.
Wenn Unternehmer in ihrem Tun keine „Verwirklichungschancen“ mehr sehen, weil sie z.B. mit unsinnigen „Gleichbehandlungsgesetzen“ gegängelt werden, dann wird der Staat immer mehr (wieder!?) Unternehmer „spielen“ müssen; wo das hinführt ist bekannt.
Kommunalwahl 08.06.08 - eine Herausforderung!
05.05.08 Geht Wählen!! Schafft schon im 1. Wahlgang klare Verhältnisse! Ein 2. Wahlgang am 22.06.08, wie es sich einige wünschen, sollte nicht die Norm werden. Erst recht nicht bei der Landratswahl zu den neuen Kreisen.
Köpfe die sich um die Posten als Landrat und
Bürgermeister bewerben gibt es in großer Zahl. Ganz klar
setzen wir auf die Personen, die verstehen wie Mittelstand am ehesten
gedeihen kann; die vor dem Konsumieren (oder Umverteilen) das
Investieren setzen, die Freiheit und Selbstverantwortung fördern.
Wir setzen auf bewährte Köpfe einer praktikablen Kommunalpolitik; sie garantieren eine Kontinuität gerade in einer Zeit, wo die Umsetzung der Kreisreform als Chance für wirtschaftliche Entwicklung genutzt werden muss. Die neuen Kreise Bautzen und Görlitz gehören zu den drei Größten in Sachsen. Beim Gesamtumsatz im verarbeitenden Gewerbe leistet Bautzen mit 10,7 % den höchsten Anteil für Sachsen. Auch das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen (ca. 45.000 €) liegt über dem Sachsendurchschnitt. Das muss dem gesamten Wirtschaftsraum Oberlausitz helfen; wählen wir die richtigen Köpfe!
Mittelstandstag wird gemeinsam vorbereitet
07.04.08 Der aus derzeit 24 produzierenden Unternehmen bestehende Wirtschaftskonvent Oberlausitz traf sich am 19.03.08 mit Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) bei Käppler & Pausch GmbH in Neukirch.
Den Unternehmern, die über 6.000 Mitarbeiter beschäftigen, versicherte der Minister auch bis ins Jahr 2013 vielfältige Förderungen ihrer Innovationskraft zur Verfügung stellen zu können. Er freute sich gerade am Beispiel von Käppler & Pausch erleben zu können, welche erhebliche Wirtschaftkraft entsteht und wie die regionale Zusammenarbeit im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Wirtschaftsraumes dadurch gestärkt wird.
Gemeinsam war man sich einig:
Ziel des Wirtschaftskonventes, der stärksten durch den Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V. (BVMW-Oberlausitz) organisierten Spezial-Interessen-Gruppe (SIG) ist es, die Zusammenarbeit von Konzernen und Mittelständlern, wie auch zur sächsischen Politik und Wissenschaft zu vertiefen. Wie schon bei der letzen Beratung nahmen daran auch die Landräte Bernd Lange (NOL) und Landrat i.V. Dr. Wolfram Leunert teil.
Bevor Anfang Juli das nächste Treffen bei Siemens in Görlitz erfolgt, wird zunächst an der Vorbereitung des 8. Mittelstandstag Oberlausitz am 03.06.08 im Bautzener Theater gearbeitet. Das Grobkonzept mit den Thema „Freude am Unternehmertum schafft Arbeitsplätze!?“ wurde während der Neukircher Beratung verabschiedet.
Es sieht folgende Themen vor:
Freude am Unternehmertum schafft Arbeitsplätze!?
so das Leitthema des 8. Mittelstandstag Oberlausitz. Das Deutsche Mittelstands-Barometer (DMB) zeigt genau diesen Zusammenhang mit dem Eisberg-Modell der Unternehmerpsyche auf (siehe BVMW-Unternehmermagazin „Der Mittelstand“ 1/08 S. 19).
Gerade hat sich die Stimmungslage bei wichtigen
Unternehmen, auch in der Oberlausitz, Dank dem Wachstum der Weltwirtschaft
verbessert, da inszeniert die Bundespolitik immer neue Themen, um
Feindbilder zu installieren. In einer Klassenkampf-Rhetorik die bei
Unternehmern eher die Meinung provoziert: „Nur weg hier - die
sollen sehen wie sie klar kommen!“
Da das so einfach natürlich nicht geht und nur sehr wenige das
wirklich wollen, ziehen sich einige Mittelständler zurück
in ihr eigenes Schneckenhaus. Gerade Erfolgreiche sind scheu geworden,
so als wären sie nicht Mensch, sondern selbst Kapital geworden.
Besser wäre das gezielte Eintreten für
die Idee des fairen und freien Wettbewerbs. Nur Unternehmer am freien
Markt schaffen wertschöpfende Arbeitsplätze oder Profite,
die letztlich über die Steuern in die Taschen des Staates fließen.
Schaffen wir es nicht das Ökonomische mit dem Ethischen zu verbinden
und daraus ein größeres Glück für die Engagierten
zu erlangen? Steht in der aktuellen Diskussion nicht etwas auf dem
Kopf?
Was läuft falsch, wenn 51% der Deutschen meinen durch die Globalisierung zu den Verlierern zu gehören; nur 30% noch an die Sinnhaftigkeit von Wettbewerb glauben und nur 13% ihren Chefs vertrauen?
Was läuft falsch, wenn glücklicherweise 86% der Jugendlichen Stolz sind auf Deutschland, aber nur 13% das an der wirtschaftlichen Stärke festmachen und im Ergebnis von Milliarden Investitionen ins Schulsystem, der heute Bildungsverlauf immer mehr Verlierer produziert?
Was läuft im Kopfe eines Bundesministers Steinmeier
falsch, wenn er im Interview mit der Wirtschaftswoche Manager dafür
verantwortlich macht, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes
Deutschland zu gefährden?
Zu dieser ideologisch-populistischen Lücke wird paradoxer Weise
der Ruf nach dem Staat lauter! Aber wehe, die Menschen stellen fest
.....! Ich will als gelernter DDR-Bürger den Gedanken nicht weiterverfolgen,
sondern eher fragen welche Antworten der Mittelstandstag Oberlausitz
geben soll?
Gemeinsam mit einer Initiatoren-Gruppe sind wir
dabei im Verlaufe des März das Programm festzulegen. Ihre Meinung
und Vorschläge sind natürlich willkommen. 3 Themen stehen
im Mittelpunkt:
Mittelständler entwickeln sich zu starken Arbeitgebermarken,
so werden sie zur anerkannten Elite. Alle engagierten Oberlausitzer
müssen wir über Stadtgrenzen hinweg zusammenschließen,
um eine Gestaltungstrategie für die Region einzufordern. Den
fleißigen, engagierten Jugendlichen wird durch die Unternehmerseite
erhöhte Aufmerksamkeit zu teil; sie spüren ganz persönlich,
dass sie gebraucht werden.
Starke Arbeitgebermarken etablieren!
04.02.08 Es ist für mich eine starke Motivation, wenn ich in verschiedenen Treffen und persönlichen Gesprächen erleben darf, wie die Oberlausitzer Unternehmer immer optimistischer werden, immer kooperativer über den Tellerrand ihres Absatzmarktes sehen. Die Kräfte werden zusammengelegt, um gemeinsam Themen zu finden und sie anzugehen.
Der Nährboden liegt in der spürbar entwickelten
Solidität der Unternehmen, vor allem derjenigen die die Wertschöpfung
in die Region holen. Deren Stimmung ist spürbar besser geworden.
Der Aufschwung ist in der Region angekommen, aber es ist noch ein
langer Weg bis das noch mehr Menschen spüren. Welche Aktivitäten
müssen unternommen werden, um klar zu machen: Die Gewinne von
heute sind die Investitionen von morgen und erst die Arbeitsplätze
(mit entsprechenden Löhnen) von übermorgen.
Wie Sie sicher wissen hat die SZ-Lausitzredaktion am 24.01.08 eine
Leserdiskussion mit meinem Interview zum Thema Mindestlohn begonnen.
Ich habe mein Einverständnis gegeben, weil da evtl. Meinungen
hoch kommen, die es sich lohnt zu analysieren. Was denken die Menschen
(auch Unternehmer!) oder auch Verbände dazu?
Der neue Trend der Moralisierung der Marktwirtschaft
ist gesteuert vom Konsumenten. Wenn wir nicht wollen, das diese Gesellschaft
auseinander fliegt, bleibt Mittelständlern nur ein Weg: den Wettbewerb
um die Meinungsführerschaft im Eintreten für die Marktwirtschaft
als Erfolgsbedingung zu bestehen. Auch Unternehmer haben da ein Glaubwürdigkeitsproblem,
was wir nur selber lösen können. Ludwig Erhard meinte: „Je
freier die Wirtschaft, desto sozialer ist sie auch!“
Nur viele Menschen verstehen nicht, warum das auch heute noch stimmt,
unter gewiss veränderten, globalisierten Bedingungen. Gerecht
ist was das Land/Region stark macht, damit auch die Schwächeren
davon profitieren.
Im Kern muss es uns als Unternehmer darauf ankommen neben den Absatzmarken starke, positiv besetzte Arbeitgebermarken in der Oberlausitz zu etablieren, die die Kraft entwickeln auch qualifizierte, motivierte Mitarbeiter in der Region zu halten und gemeinsam mit ausgewählten Partnern aus Politik und Gesellschaft eine Faszination Lausitz zu erreichen, um so den Bevölkerungsschwund zumindest in den wirtschaftlichen Zentren der Region zu stoppen. Dazu brauchen wir aber nicht nur die Hochqualifizierten.
Der in den vergangenen Monaten gebildete Wirtschafts-Konvent Oberlausitz ist eine SIG die eindrucksvoll die Potentiale des BVMW nutzt und die Kräfte Oberlausitzweit und über Branchengrenzen hinweg bündelt. Das wird letztlich allen Unternehmen helfen, ihren Beitrag für ein leistungsförderndes Unternehmerbild zu leisten.
Mit über 402 Mitgliedern und 130 Partnern ist der BVMW-Oberlausitz der stärkste, aktionsreichste, freiwillig organisierte Unternehmerverband in der Region. 2008 wollen wir gezielt um 20 Mitglieder wachsen. Dabei setzen wir auf Kontinuität und Projekte die genau darauf abziehen, an den Schnittstellen zur Politik, Öffentlichkeit, Medien gemeinsam ganz praktisch ein positives Unternehmerbild zu vermitteln.
Globalisierung braucht Heimat
07.12.07 Der wirtschaftliche Aufschwung ist, Dank innovativer, engagierter Unternehmer und mittelstandsfreundlicher Verwaltungen auch in der Oberlausitz angekommen! Natürlich sehr differenziert, manchmal sehr verhalten, vieles noch nicht so wie es sich jeder wünscht, aber noch besteht die Chance zu weiteren Wachstum.
Andererseits vermiest uns die „Jahresteuerungsrate“, d.h. die Inflation in Sachsen im November mit 3,4 % und gefühlte Inflation sogar bei 7,5 % (die höchste seit 1994) die Stimmung. Für ganz Deutschland wird ein Wirtschaftswachstum von 1,6 für 2008 angenommen. Wir wissen mindestens 3% sind nötig, wenn wir nicht im Jahre 2020 bis zu 15% hinter den Spitzennationen in Europa zurück liegen wollen.
Der Wettbewerb treibt uns und wir haben das Gefühl nie fertig zu werden und damit kommen viele nicht klar! Biedenkopf meint: Wir leben in einer Welt der Entgrenzung. Er fordert Begrenzungen zu ermöglichen. Immer deutlicher wird, wir brauchen eine neue Arbeits– und Leistungskultur, um innovativer werden zu können. Wir merken, es sind kulturelle Herausforderungen die auf der Tagesordnung stehen. Die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmers besteht heute nicht mehr allein darin Gewinne zu machen, für die Werthaltigkeit der Firma zu sorgen; nachhaltige Erfolge basieren immer mehr auf einer DNA, auf einem Corporate Identity (CI) meint Lufthansachef Mayrhuber.
Die Unternehmen müssen sich immer mehr als guter Bürger (Corporate Citizen) verstehen, um auch am Markt mit qualifizierten Mitarbeitern erfolgreich zu sein. Als BVMW-Oberlausitz positionieren wir deshalb Projekte an den Schnittstellen von Unternehmen und Öffentlichkeit: Unternehmer-Kultur und Unternehmer-Jugend.
Wir gehen davon aus, dass eine gute Geschäftslage und neue Arbeitsplätze auch in der Oberlausitz entstehen, wenn die Freude am Unternehmertum wächst, weil es ein förderliches Gründungsklima und Unternehmerbild in der Öffentlichkeit gibt. Da wir nicht auf andere warten sollten, tun wir selber was dafür und suchen uns die richtigen Partner.
Der Marktwirtschaft fehlen die Protagonisten
05.11.07 Natürlich ist Marktwirtschaft anstrengender
als Planwirtschaft. Unternehmer wissen das. Wie gerade in empirischen
Untersuchungen bestätigt: Liberale sind glücklicher, zufriedener,
optimistischer und gesellschaftlich engagierter.
Es lohnt sich dafür zu werben! Der eigenen Persönlichkeit
wegen. Wenn es um den Menschen geht, hat Marktwirtschaft auf jeden
Fall den Vortritt. Es bedarf auch nicht des Wörtchens „sozial“
davor, wo schon Ludwig Erhard diesen Begriff als ungeeignet bezeichnete
irgend etwas auszudrücken.
Das Gesellschaftsbild von Kurt Beck wird in der
Kritik an der Unionspolitik deutlich: die wollen „den Menschen
nur Druck machen, ihnen nur mehr wegnehmen“. Auf eine solche
Idee kann nur einer kommen, bei dem Wohlstand durch „gerechtere“
Verteilung entsteht, einer der Macht von oben haben will und dem der
Mut fehlt die Vielfalt zu fördern.
Es ist aber gerade das kreative Handeln von Vielen die die Wertschöpfung
voranbringt. Es ist der Wettbewerb, der Unterschied, der Veränderungen
bewirkt und sie so als etwas ganz Normales begreifen lässt; zum
Wohlstand und Frieden für die ganze Gesellschaft führt.
Es ist die Individualität der Menschen, Unternehmer, Netzwerke, die vielfältige Alleinstellung die die ganze Oberlausitz voran bringt, nicht deren Nivellierung und Zentralisierung! Es ist gut, dass in der Oberlausitz manche Städte wie unlängst Görlitz Selbstbewusstsein demonstrieren, viele unabhängige Netzwerke entstehen! Das macht staatliche Konstruktionen unsicherer!
Jetzt soll ein Modellprojekt „Wirtschaftsservice“
bei der Marketing-Gesellschaft-Oberlausitz gestartet werden, wo ich
immer dachte, die MGO wäre schon so etwas? Dazu ist ein „Netzwerkkoordinator“
ausgeschrieben, wo wir ja schon Regionalmanagement und „Arbeitsmarkt-Koordinatoren“
haben. Nicht klar was die Person koordinieren soll; wozu eine weitere
Organisationsstruktur nötig ist.
Das muss Unternehmer in der Marktwirtschaft stutzig machen, weil dort
nicht nur Steuern verpulvert werden die Unternehmen vorher erarbeiten
mussten. In Netzwerken der Wirtschaft hat der Staat nichts zu suchen!
Auch Mittelständler sollten den Verlockungen widerstehen, das
nicht noch fordern, sondern eher auf die Kräfte des Marktes setzen.
Der Staat, die Kommunen sollen Rahmenbedingungen schaffen um Fairness zu gewährleisten. Es genügt zu sichern das Eins plus Eins für alle zwei ist und bleibt! Unser Verhalten muss durch gegenseitige Absprachen und Treue bestimmt werden, Anstand muss zur Währung werden! Dazu braucht niemand „reguliert“ werden. Man muss nur nicht durch falschen Gerechtigkeitssinn die schützen die dagegen verstoßen!
Wir sehen, an der „Moral“ der Marktwirtschaft liegt es nicht. Manche Politiker suchen nur nach Feindbildern, um an der Macht zu bleiben. Erst wenn die Kreativen die Kraft der Mehrheit bilden, sind sie nicht mehr die Dummen. Dazu müssen sie sich nicht mal zusammenschließen und sich pragmatisch einig werden, sondern nur fordern und praktizieren, dass Freiheit immer auch Verantwortung bedeutet.
Komplexität wächst
01.10.07 ... aber die deutsche Regierung kann nötige
Veränderungen nicht herbeiführen.
Wie lange kann das ein Mittelständler, insbesondere im Osten,
ertragen? Viele bemühen sich mehr denn je. „Viele haben
die Gegenwart jetzt besser im Griff, um auch noch klarer in die Zukunft
zu denken“ (M. Medack - AIB Bautzen).
Aber werden diese Bemühungen der Unternehmer auch belohnt? Noch immer gibt es keine selbstragende Entwicklung Ost! Ein nötiger Strategiewechsel ist nicht in Sicht:
Die Steuereinnahmen steigen beim Bund um 16,4%, aber der Reallohn sinkt, die Inflation / Verbraucherpreise explodieren; seit 2002 auf 112,8 %. Mit Mindestlohndebatten wird Volksverdummung betrieben und die Unternehmer zur Melkkuh, wie zum Bösewicht gemacht. 80% der Bürger meinen, das der Staat jedem seinen Arbeitsplatz bereitstellen sollte, der arbeiten will. Verkehrte Welt!
Dem Unternehmer bleibt nur übrig: Die Aufklärung über das positive Wesen der Marktwirtschaft selbst zu übernehmen, wenn er weiter in Deutschland Unternehmer bleiben will! Setzen wir die Parteien, egal welcher Farbe, in den Wettbewerb! Erklären wir warum wachsender Arbeits- markt und niedriger Reallohn nicht im Widerspruch stehen, sondern Ausdruck der sich in der Arbeitswelt vollzogenen Strukturveränderungen (Zeitarbeit, Mini- jobs...) sind, die Politik und Gewerkschaften nicht erkennen wollen, sondern sie verteufeln.
Im Bund nahmen die Gemeinden im 1. Halbjahr 2007 6,1% (zu 2006) mehr
Gewerbesteuern ein. In "Bautzen fehlen zwei Millionen" titelte
die SZ vom 27.09.07, weil die Gewerbesteuer eingebrochen ist.
Daraus könnte sehr missverständlich geschlossen werden,
dass Unternehmen sich schlecht entwickeln. Das Gegenteil ist aber
der Fall: Die Unternehmen haben die Erträge investiert und seit
2004 wieder Arbeitsplätze geschaffen (jetzt ca. 22.700) und so
ihre Gewinne reduziert, was die Gewerbesteuer senkt und die Stadt
nicht das in den Standort "stecken" kann, was sie gern würde.
Die Gewerbesteuer ist ein Relikt der Vergangenheit, sie gehört
abgeschafft, weil sie für Standort entwicklung ungeeignet ist,
was der BVMW seit langen fordert!
Bautzen kann diese Erscheinung noch verkraften. Was macht da z.B.
Görlitz; was städtebaulich immer anziehender wird, aber
mit 21,6 % Arbeitslosigkeit Sachsen Spitzenreiter ist (Plauen hat
11,8%)? Görlitzer Unternehmen, fast gleich viele wie in
Bautzen, machen (2005) nur noch 49% des Umsatzes der Bautzener; das
Jahr zuvor waren es noch 53%.
Der Baubeginn der Westtangente Bautzen muss 2008 erfolgen, aber der Haushaltsentwurf des Bundes sieht das noch nicht vor. Wir sind gefordert! Mit Schreiben an den Bundesverkehrsminister Tiefensee hat jetzt der Sprecher der SIG Südumfahrung Michael Jursch (HEMAS) auf die Bedeutung der Straße erneut aufmerksam gemacht. Darüber haben wir weitere Politiker informiert.
Die Bundestagsabgeordneten aller Parteien die meinen die Interessen der Region zu vertreten fordern wir auf dem Bundeshaushalt so nicht zuzustimmen! Gespräche laufen! Bis Mitte Oktober wird entschieden wie wir dann weitermachen. Obwohl Steinbrück mehr einnimmt, werden für den Fernstraßenbau nur noch 4,7 Mrd. € für 2008 veranschlagt, 2005 waren es noch 5,26 Mrd €.
Für sächsische Projekte waren es 2006 noch 225 Mio. €; für 2008 sollen es 80 Mio. € und 2009 sogar nur noch 68,4 Mio. € sein. Das alles wo wir wissen, das nötige Verkehrsaufkommen wächst, die Pendlerzahlen gerade aus der Oberlausitz wächst ebenfalls (nur noch 43,6% arbeiten am Wohnort in Sachsen - 1996 waren es noch 53,6 €; im NOL sind es gar nur 25%!)
Die Konjunktur vergeht bevor sie beim Menschen ankommt!
03.09.07 ... daran will und kann die aktuelle Bundesregierung, wie Meseberg zeigt, offensichtlich nichts ändern.
Ob Klimapolitik, ob ein Gutmenschen-Titel „Aufschwung-Teilhabe-Wohlstand“, Gesundheitsreform, Unternehmenssteuerreform, oder was man zum Thema Erbschaftssteuer oder Arbeitsmarkt (Mindestlohn/Investivlohn) hört, ein „Mehr“ kommt nur beim Finanzminister und den Global Playern, den Kapitaleinkünfte-Beziehern, die sich oft dem deutschen Staatshandeln glücklicherweise entziehen können, an.
Wachsende Umsätze führen nicht automatisch, wie beim Staat, zu wachsenden Einkommen bei den Leistungsträgern, den eigentlichen Wertschöpfern. Fakt ist: Das verfügbare Einkommen der Sachsen ist von 2004 zu 2005 um 0,5%, d.h. um 80€ je Einwohner zurückgegangen; es betrug 14.599 €; in Görlitz nur 14.102 €.
Besondere Dramatik zeigt sich, wenn dann noch gesehen wird, das 2005 nur noch 37% der Jugendlichen erwerbstätig waren; 1996 waren es noch 52%. Auch wenn noch keine aktuellen Daten vorliegen: Die Konjunktur vergeht bevor sie beim Menschen ankommt, weil mit Mehrwertsteuer und Kostenentwicklungen im deutschen Umverteilungsstaat mehr genommen wird, als erwirtschaftet werden kann.
Wie sollen Menschen mobilisiert werden, wenn sie
sich für mehr Leistung nicht mehr leisten können? Nun höre
ich sofort von einigen die wenig von Ökonomie verstehen: Dann
sollen die Unternehmer doch mehr Lohn zahlen! Als ob das vor allem
eine Frage der Moral wäre!
Die Regulierer, Gleichmacher und Umverteiler auf allen Ebenen der
Politik sind die Geldfresser, nicht die Leistungsträger! Die
Frage: Wie viel Sozialismus kann sich die Marktwirtschaft leisen?;
wird zu beantworten sein!
Unternehmer tun gut daran zu erkennen: Das Individuum und nicht den Kollektivismus, in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen zu stellen! Die Menschen haben sich mehr geändert als uns Politiker Glauben machen wollen. Die „neuen“ Menschen setzen Glück vor Pflicht, Individualität vor Anpassung, Veränderung vor Festgefahrenheit; sie fragen nicht nach Schuld, sondern nach Lösungen.
Die Erfolgreichen verfolgen immer mehr ihren eigenen
Lebensentwurf. Die „Besseren“ braucht der erfolgreiche
Unternehmer. Die müssen am Markt im Wettbewerb gefunden und entsprechend
belohnt werden, um als Unternehmen wettbewerbsfähig zu bleiben.
Dieser nötige, brauchbare Wettbewerb teilt die Gesellschaft,
aber sie wird dabei nicht schlechter! Im Gegenteil! Politiker könnten
helfen, wenn sie erfolgreiche gesellschaftliche Innovationen losbrechen.
Leider kann ich das nicht im erforderlichen Maße erkennen.
Als BVMW-Oberlausitz versuchen wir unseren Beitrag zu
leisten, Unternehmen erfolgreicher zu machen. Orte für Innovationen sind kleine Lebenskreise. Deshalb bieten unsere verschiedensten Arbeitskreise Keimzellen für innovative Veränderungen! Von dort aus werden wir kritischer und konsequenter das Handeln verantwortlicher Politiker beurteilen und unsere Forderungen stellen. Wenn Politik ein Primat haben will (F. Müntefering), dann muss sie so handeln; auch in der Oberlausitz!
Hast du es eilig, gehe langsam!
11.07.07 Der 7. Mittelstandstag hat klar herausgearbeitet: Zukunft ist anders! Alleinstellungsmerkmale zählen - Marke sein!
Von unserer Fähigkeit die Veränderungsgeschwindigkeit zu erhöhen, d.h. schnelle wirkliche Veränderungen zu erreichen hängt ab, ob wir als Wirtschaftsregion Oberlausitz oder auch als einzelnes Unternehmen wettbewerbsfähig sind oder nicht. Anstand, Ansehen und Respekt werden zu einer neuen Währung. Gelingt es dafür geeignete Instrumente einzusetzen, technisch orientierte Sachfragen um das Thema „Führung“ zu ergänzen?
Die alten Methoden werden auf jeden Fall immer weniger funktionieren: Noch flexibler werden, sich auf das Wesentliche konzentrieren, anderseits uns noch mehr gezielt aufeinander zu bewegen. Offener Denken, auf gleicher Augenhöhe agieren, aber sich stets dem Wettbewerb aussetzen wollen, Neid und Ängste ignorieren können!
Jeder Einzelne steht vor einem scheinbar nicht auflösbaren Widerspruch: Für Veränderungen braucht man Zeit, aber der Wettbewerb zwingt uns zum Tempo. Die Lösung ist: Konzentriertes Handeln! Bewusstes weglassen! Eben effektiver sein! Hier klafft das Herangehen von Mittelständlern und politischen Verwaltungen (Staat) heutiger Prägung auseinander.
Der Unternehmer hat unter den gegebenen Umständen keine Wahl, seine Verantwortung ist durch den Markt klar bestimmt; auch wenn uns Gutmenschen etwas anderes einreden wollen. Vom Staat erwarten Unternehmer mehr Freiheiten und die Erfüllung einer Moderatoren-Funktion, die dazu beiträgt die Entfaltungsmöglichkeiten zu verbessern. Tut er das? Da bleiben Zweifel!
Als BVMW-Regionalgeschäftsstelle werden wir jedenfalls am Unternehmerbild in der Öffentlichkeit arbeiten und den Dialog mit Politik und Medien weiter aktivieren, um Brücken zu bauen.
Wachstum mit weniger Menschen!
11.06.07 Während die sächsische Wirtschaft neue Rekorde meldet (Verarbeitendes Gewerbe +16,1% mehr Umsatz zu 2006), besonders die Exportquote weiter auf 38,9% stieg, nahmen die Sachsen um 24.000 Menschen ab.
Ähnliches vollzieht sich in der Oberlausitz! Aber die „Schrumpfung“ zu 2005 ist hier 2006 größer: Sachsen 0,6%, aber : Kamenz 0,7%, Bautzen und Görlitz je 0,9%, Zittau 1,2%, Löbau 1,8%, Niesky 2,0 %, Hoyerswerda 2,5% und Weißwasser 3,2% weniger Bevölkerung.
Wir werden in der Oberlausitz unseren eigenen Weg
finden und erzwingen müssen.
Unsere Geschichte gibt uns da manche Erfahrungen auf den Weg, auch
wenn die neue Stufe der Globalisierung ein völlig neuartiges
Herangehen fordert. Der weltweite Wettbewerb erfordert neue Strategien
zur Bildung und Ausbildung der Menschen. Der Staat muss Hilfe zur
Selbsthilfe geben, welche die Menschen flexibler werden lässt
und sich beim Lernen wohlfühlen, um die neuen „globalisierten“
Chancen zu erkennen!
Eine besondere Rolle kommt den wirtschaftlich starken Gemeinden zu und den dortigen Mittelständlern, besonders jene die ihre Wertschöpfung aus anderen Regionen holen! Diese Starken sollten konsequent ihre Kräfte bündeln und in der Region eine Marke „Mittelstandsfreundliche Oberlausitz“ etablieren.
Auch andere werden davon partizipieren! Mittelstand ist Motor - in der Oberlausitz gerade zu alternativlos! Wo Unternehmer gern zu Hause sind, werden auch kreative, loyale Mitarbeiter und andere engagierte Bürger eine Heimat haben. Die konjunkturellen Entwicklungen geben uns jetzt! eine Chance, verpassen wir sie nicht, nur weil noch zu viele die Fehler der Vergangenheit betrauern. Jede Konjunktur ist endlich.
Der 7. Mittelstandstag - Veränderungen annehmen oder früher sterben
07.05.07 Ein „Weiter so!“ wird es nicht
mehr geben können, ob wir das wollen oder nicht.
Von 750.000 Menschen (1990) werden 2020 noch 540.000 in der Region
sein, das sind noch einmal 18% weniger zu den heute 650.000. Dazu
fehlen die Qualifizierten und der Altersdurchschnitt wird höher
als der Sachsendurchschnitt, wobei Sachsen jetzt schon das „älteste“
Bundesland ist, in dem 2017 ca. 44.000 Arbeitnehmer fehlen werden.
Das wird einen gnadenlosen teuren Wettbewerb auslösen!
Wenn wir uns heute freuen das die Konjunktur in der
gewerblichen Wirtschaft auch in der Region angekommen ist, dann wird
der Engpass „qualifiziertes Personal“ schon jetzt deutlich.
Viel zu langsam bekommen wir eine Ahnung was da auf die Oberlausitz
zurollt. Andererseits wird ohne wirtschaftliches Wachstum kein Unternehmen
überleben können.
Der Mittelstandstag will die Themen aufhellen, die vor allem die Wirtschaft
betreffen. Noch sind viele Politiker und auch manche Unternehmer mit
sich selbst beschäftigt. Noch besiegen die Langsamen die Kreativen
in unserer Gesellschaft. Noch wird das Thema Fachkräfte auf die
Bereitstellung von Ausbildungsplätzen fokussiert. Noch geht es
zu wenig um die Qualifizierung der vorhandenen „Potentiale“,
um die Bereitschaft sich ständig weiterbilden zu wollen.
Die Gesellschaft muss die Kreativen, die Leistungsträger, die Unternehmer unterstützen, die die Wertschöpfung in die Oberlausitz holen! Von deren wachsenden Ertragsfähigkeit hängt ab, ob andere davon partizipieren können. Unsere Stärke liegt im heimischen Mittelstand, seine Flexibilität und Heimatverbundenheit. Das wird aber nicht mehr reichen. Es muss dafür gesorgt werden, dass für die Geschäftsmodelle von morgen die richtigen Qualifikationen am richtigen Ort in der benötigten Menge zur Verfügung stehen.
Mittelständler brauchen Nachfolger, sonst wird es öde in der Oberlausitz. Dazu ist auch die Zusammenarbeit mit Konzernen und Hochschulen weiter zu aktivieren. Als BVMW-Regionalgeschäftsstelle verstehen wir uns als Dienstleister für Unternehmen, um deren Unternehmensziele zu fördern und dabei auch den „Zwischenraum“ von Unternehmen und insbesondere der Kommunalpolitik auszufüllen; solange es da Zwischenräume gibt!
Symbolpolitik spaltet! Nur mit eigener Kraft wird aufgeholt!
04.04.07 Als BVMW-Regionalgeschäftsführer spüre ich,
was die Wirtschaftsdaten zeigen: Die Stimmung wird auch bei den Oberlausitzer
Unternehmen insgesamt stetig besser. Die bessere Auslastung lässt
auch auf höhere Erträge hoffen.
Dennoch sind viele skeptisch, was die Dauerhaftigkeit der Entwicklung angeht. Diese Vorsicht ist auch angebracht! Die positiven ökonomischen Entwicklungen bleiben auslandsgetragen und weil die Unternehmen ihre Hausaufgaben immer besser machen. Politische Strukturreformen fanden nicht statt!
Mit Symbolpolitik und Gleicheitsdebatten wird eine
Realität übertüncht in der wir längst angekommen
sind. Diese!! Politik spaltet die Gesellschaft und blockiert ein Aufbruch-Klima;
die Verlierer werden die Schwächeren (einzelne Menschen, Unternehmen,
Regionen) sein!
Jeder Unternehmer ist gut beraten, sich auf sein Kerngeschäft
zu konzentrieren und sich noch intelligenter mit Partnern im Netzwerk
zusammenzuschließen, denen er vertrauen kann. Das ist der Weg
zu höheren Erträgen.
Die Produktivität des Ostens hinkt weiter hinterher! Gut das der Prognos Zukunftsatlas 2007 die Aufsteiger nennt: Der Landkreis Bautzen verbessert sich um 53 der 439 Plätze. Deutschlandweit haben nur 11,8% einen solchen „Aufstieg“ realisiert. Bei Wettbewerbsfähigkeit und Innovation wurde sogar Platz 275 erreicht und als einziges Gebiet der Oberlausitz wird der Landkreis Bautzen in der Kategorie „ausgeglichener Chancen-Risikomix“ eingestuft. Diesen bzw. einen besseren Status haben in Sachsen nur 12 weitere Kreise.
Auch Görlitz hat aufgeholt (42 Plätze),
auch wenn bei Wettbewerbsfähigkeit und Innovation der 404. Platz
steht. Höhere Produktivität ergibt sich nicht automatisch
aus geringeren Arbeitskosten, sondern auch daraus, wie die Regionen
ihre Stärken einsetzen!
Regionale Politiker werden wir noch konsequenter daran messen, wie
sie die Stärken erkennen und ausbauen! Mit Integrierten ländlichen
Entwicklungskonzepten (ILEK) versucht der Freistaat die Regionalentwicklung
und mit Stadtentwicklungskonzepten (SEKO) die Städte zu aktivieren.
Ich beobachte, dass die Bürgermeister mit unterschiedlichen Engagement in der Lange sind über den eigenen Kirchturm zu springen. Auch wenn sich gerade die Landräte Harig (Bz) und Lange (NOL) redlich mühen die neuen Kreise zu formieren, werfen Kamenzer eher Nebelbomben und zerstören das WIR-Gefühl. In Görlitz wird die Einkreisung gar als „Bedeutungsverlust“ benannt, was ich eher als die schon bisher gelebte Ausgrenzung bewerten würde.
Auch bei der Verwaltungsreform, insbesondere bezogen auf die Kreissitze, gilt, ohne Konzentration keine Zukunft! Wer den Bürgern keinen reinen Wein einschenkt, darf keine Zukunft haben, vergeudet Volksvermögen, was in den Unternehmen erst erarbeitet werden muss, deshalb sollten auch Unternehmer wachsamer werden!
Freiheit statt Sozialismus wagen! Mittelstandsfreundlich sein!
05.03.07 Ich finde als Regionalgeschäftsführer, das Motto
ist auch für die aktuelle Debatte zur Verwaltungsreform nützlich,
vor allem weil die ökonomischen (volkswirtschaftlichen) Effekte
bisher nur begrenzt eine Rolle spielen. Das Brennglas ist die Wettbewerbsfähigkeit
und Veränderungsfreudigkeit in einer vernetzten Region! Dazu
muss man den Wettbewerb auch wollen und unter Beachtung der Spielregeln
mitgestalten, denn gewinnen wollen heißt am Wettbewerb teilnehmen.
Dabei geht es um einen Zugewinn für den Wettbewerbsteilnehmer, er will sich ändern, sich verbessern. Nur Umverteilungspolitiker können nicht denken, das ein „Mehr“ möglich ist. Der Zugewinn wird aus strukturellen und konjunkturellen Faktoren gespeist. Das sind die Stellschrauben um die Leistungsfähigkeit auch der Oberlausitz zu beeinflussen. Wir müssen als Region effizienter und in den Zukunftsmärkten tätig werden, d.h. von jedem das Richtige tun!
Wenn verändern verbessern heißt und den
Unterschied von Gleich und Verschieden bezeichnet, dann bedeutet das
auch, dass viele unterschiedliche Fähigkeiten (Alleinstellungsmerkmale)
etwas schaffen können, was jedem Einzelnen nutzt.
In einer vernetzten Oberlausitz haben alle die gleichen Chancen, die
sie an einem lokalen Standort nicht haben. Aber machen alle etwas
daraus? Sehen alle das Netz als Chance?
Wohlgemerkt: Vernetzen ist nicht Multikulti, sondern zusammenarbeiten
wo es Sinn macht; Chance ist! Es ist die Freiheit des Einzelnen sich
daran zu beteiligen. Eine Freiheit die nicht Last ist. Wir brauchen
als Mittelständler Politiker die diese Prozesse gestalten und
moderieren; welchen Nutzen sollten sie sonst haben?
Spüren wir auf wo Zusammenarbeit Sinn macht. Die Debatte lohnt sich! Alles andere sind unnötige Schlachten der Vergangenheit, die nicht nur Werte, sondern auch den Lebensmut der Wertschöpfer vernichten. Die Vielfalt, der Markt wird größer, neue Ideen sind gefragt; also Innovationsklima schaffen! Klima ist aber nichts technisches, sondern weicher Standortfaktor. Über Arbeitsteilung und Spezialisierung reden, um uns als Region den Veränderungen, den Unterschieden als Herausforderungen zu stellen, Kompetenzen aufbauen.
Unsere Ausgangslage für die globalisierte Dienstleistungsgesellschaft
ist nicht schlecht. Unsere Vielfalt an mittelständischen Unternehmen
schafft uns eine ungeahnte Flexibilität. Jetzt müssen wir:
bei wichtigen verkaufsfähigen Angeboten eine kritische Masse
ereichen, die wettbewerbsfähig ist (wirkliche Netzwerke von Unternehmen).
Landräte (zwei) an die Spitze bringen die Zusammenarbeiten und
die die Gemeindeverwaltungen zur Mittelstandsfreundlichkeit befähigen
können; und
Ein Klima der Zusammenarbeit produzieren, das die Menschen - die Besten
- zum Hierbleiben und Herkommen animiert! Eine Vision!? Mit dem Pilotprojekt
„Mittelstandsfreundliche Oberlausitz“ soll sie Realität
werden!
Zur Stimmung: Konjunktur - wo bist du?
06.02.07
Ein klares
„Hier!“ habe ich als RGF Oberlausitz nie bekommen und ich
habe viele Mittelständler in den letzten Wochen gefragt. In
einer Zeit, wo die Veränderung die einzige Konstante ist, muss bedacht
werden, dass der Weg zu mehr Dynamik und dem ersehnten / gefühlten Wohlstand
nicht selbstverständlich über Exporte erfolgt. Mehr im Fokus stehen
Unternehmertum, Innovation, Akzeptanz von Veränderungen und Umarmung
des Neuen.
Erst wenn nachhaltige, wettbewerbsfähige
Arbeitsplätze in Unternehmen entstehen geht es der Oberlausitzer Wirtschaft
besser, nicht der Fakt das es 60.000 weniger Arbeitslose gibt!
Auch wenn Fortschritte unverkennbar sind und Impulse, wie die über 1 Mrd. € Investition von Vattenfall in Boxberg zeigen: Die Region muss sich nicht „abgehangen“ fühlen! Der Veränderungs– und Marktdruck wird sich auch 2007 erhöhen!
Den
Umverteilern fällt da nur Mindestlohn, nicht Flexibilisierung des Arbeitsmarktes
ein. Denen fällt unter „Bürgernähe“, im Zusammenhang
mit der Kreisreform, nur „Nahe am Bürger“ und nicht effiziente
Verwaltung ein. Denen fällt sogar ein, staatliche Aufgaben (wie die
Betreibung der Infrastruktur Flugplatz Bautzen) den Unternehmern übertragen
zu wollen!
Der Wettbewerbsdruck steigt! Wenn
wir wissen, das Finanzinvestoren ihre Liquidität (geschätzte 1.300 Mrd.
$!!) im Jahr 2006 weiter erhöhten und ein Investitionsvolumen von 51
Mrd. € (+61%) eingesetzt haben um den Markt „ökonomischer“
zu machen wird schnell klar, worauf sich der Mittelstand einstellen
muss