Castro und die Linke

In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern finden bald Landtagswahlen statt. Besonders in der jetzigen Zeit hört man von vielen Parteien kleine Details, die sie in ein Loch zu den Wahlen stürzen könnten. Bei der FDP kommt man seit langem nicht mehr über die Fünf-Prozent-Hürde, die CDU stichelt gegen die FDP und die Grünen appellieren – wie immer – für eine umweltbewusste Politik. Doch eine Partei, die eigentlich im Mittelpunkt der sozial schwächeren Wähler stehen sollte, rückt vermehrt in den Hintergrund, weil sie, wie sie selber sagt, ihre Position nicht richtig beziehen kann: die Linke.

Nun ist ein umstrittener Brief der Parteiführung um Klaus Ernst und Gesine Lötzsch aufgetaucht, dass dem kubanischen Revolutionsführer zu seinem 85. Geburtstag gratulieren lässt. Allerdings betonte Ernst nun in einem Zeitungsbericht der „Süddeutschen Zeitung“, dass die Unterschriften, die unter dem Brief zu erkennen waren nicht von Lötzsch und ihm waren, sondern digitale Unterschriften seien.

In dem Schreiben lobte die Linke, dass das sozialistische Kuba ein „Beispiel und Orientierungspunkt für viele Völker dieser Welt“ ist. Des Weiteren versicherten sie dem Land „unverbrüchliche Freundschaft und Solidarität“. Angeblich sei das Schreiben nicht auf den Tisch der Parteiführung gelandet, machte Ernst deutlich. Als Grund nannte er die fehlende Auseinandersetzung der Geschichte mit der PDS und der Wahlalternative und Soziale Gerechtigkeit (WASG), aus der 2007 die Linken hervorgegangen sind.

Der Linken-Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch forderte indes seine Partei dazu auf, sich wieder mehr auf die Politik als auf interne Auseinandersetzungen zu konzentrieren. Einen Diskussion über die Parteiführung lehnte er jedoch ab, da man sich „in Wahlkämpfen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern“ befinde.Außerdem regte er seine Partei dazu an, sich wieder neu zu positionieren. Demnächst soll zudem über ein Grundsatzprogramm abgestimmt werden, damit solche Querelen in Zukunft nicht vorkommen.

 

Verfasst von Carmen 1 Kommentar » 24.Aug.2011

Wirtschaft: Gewinn auf Kosten des Verbrauchers

Anscheinend stellen viele Firmen nicht genug Menschen ein, die am Telefon sitzen und mit den Kunden sprechen, sobald die Probleme haben. So jedenfalls könnte der Verdacht lauten, wenn man bei einer dringenden Sache, sei es Reparatur oder Kündigung, mit einem Mitarbeiter aus einem Callcenter sprechen möchte. Zuerst wählt man die 0180-Nummer, die zwölf Cent pro Minute und mehr kostet und schon merkt man schnell, dass dies ein sehr teures Telefonat werden könnte: Musik tönt am anderen Ende der Leitung auf.

So oder so ähnlich zocken viele Firmen ihre Kunden ab. Ob sie das absichtlich machen, konnte bis heute keiner herausfinden, aber dennoch mehren sich die Beschwerden und Berichte über ellenlange Telefonate, die eigentlich gar keine sind, sondern eher an die Abspiellisten einer älteren Generation erinnern. Sollte man es dann endlich geschafft haben – denkt man sich zumindest – und man wird zu einem Mitarbeiter durchgestellt, scheint die Freude groß. Fehlanzeige. Ab diesen Moment spricht man mit einer frauenähnlichen Stimme, der man sein Anlegen über Knopfdruck oder Schlagwörter mitteilen muss. Allein diese Prozedur kann schon einmal fünf bis zehn Minuten in Anspruch nehmen. Sollte man an diesem Punkt den Hörer nicht schon wütend weggelegt haben, erscheint ein neuer Stern am Himmel, so empfindet man jedenfalls in diesem Moment, und man wird zu einem Mitarbeiter des Callcenters durchgestellt. „Ich will nur noch schnell telefonieren“ passt hier nicht ganz, schließlich nimmt das Telefonat manchmal gern eine Stunde in Kauf.

Ein anderes Problem: Kündigungen. Besonders hier zeigen sich Firmen kreativ und setzen Anleitungen zum Kündigungen eines Vertrages auf die letzte Seite ihrer Internetpräsenz oder zeigen es schlichtweg gar nicht an. Ehe man die Seite dann gefunden hat, wo man seinen Vertrag kündigen kann, scheinen Stunden vergangen. Seinen Vertrag kann man allerdings auch da nicht kündigen, sondern man bekommt eine „Vorgangsnummer“, wie das Firmen gerne nennen und man wird angeleitet zum Telefonhörer zu greifen, um einem Mitarbeiter im Callcenter die Durchgangsnummer zu sagen. Dann wäre man wieder beim ersten Problem. Hat man es dann geschafft, schaltet dieser das Dokument frei und nun kann man sich das Formular zur Kündigung ausdrucken und muss es dann an die Firma zurücksenden – per Fax.

Auf Post darf man sich dann ebenfalls freuen: auf die nächste Telefonrechnung.

Verfasst von Carmen Keine Kommentare » 23.Aug.2011

Die geplante Megafusion

In den letzten Wochen und Monaten ging es an den Börsen weltweit hoch und runter. Plötzlich abfallende Kurse verschiedener Unternehmen und weitreichende Spekulationen über einen finanziellen Bankrott der USA trieben Schweißperlen auf die Stirnen von Aktionären und Anleger. Mitten in diesem Trubel wurde ein Ereignis fast völlig vergessen: die geplante Fusionierung der Deutschen Börse mit Nyse Eurnext.

Das US-Komitee für Auslandsinvestitionen stimmte dem Vorhaben nun zu, damit könnte es bald dazu kommen, dass die Finanzmärkte in Frankfurt (Main), New York, Lissabon, Paris, Amsterdam und Brüssel unter einem Dach fungieren. Nach Ansicht des US-Komitees gebe es keine Sicherheitsinteressen der USA, die gegen die Fusionierung sprechen. Das US-Komitee wird vom Finanzministerium der USA geleitet. In ihm befinden sich Vertreter aus Justiz, Außen-, Verteidigungs- und Heimatschutzministerien des Vereinten Amerika.

Aktionäre der Deutschen Börse sollen demnach 60 Prozent und die Anteilseigner der NYSE Euronext 40 Prozent der Aktien halten. Damit würde es einen sehr großen Börsenriesen geben, der einen Wert von fast 17,6 Milliarden Euro hätte und ca. 90 Prozent des deutschen Handels kontrollieren würde. Das deutsche Pendant zum US-Komitee für Auslandsinvestitionen, die deutsche Finanzaufsicht Bafin, gab bereits im Mai seine Zustimmung für das Projekt. Zuvor hatten sich 66 Prozent der US-Aktionäre für eine Fusionierung ausgesprochen. Nötig wäre 50 Prozent gewesen.

Allerdings seien noch einige wichtige Punkte des Plans zu klären. So steht die Zustimmung vieler Finanz-, Wettbewerbs-, Wertpapieraufsichtsbehörden noch aus. Eine Entscheidung könnte für Jahresende erwartet werden. Die EU-Kommission lässt sich, laut einem Bericht Anfang August, Zeit und will die Pläne sehr tiefgründig prüfen.

Ob damit Kursschwankungen minimiert werden könne, ist unwahrscheinlich. Schließlich wird dadurch der Handel nur gemeinsamer kontrolliert, so dass man den asiatischen Märkten eine stärkere Konkurrenz aufzeigen könne.

Die dann enstehende Börse wäre die größte auf der ganzen Welt.

Verfasst von Lore 1 Kommentar » 22.Aug.2011

Schuldenkrise oder Finanzkrise?

Die schwankenden Kurs-Wechsel an den Börsen machen einige Menschen unsicher. Besonders Sparer wissen nicht wie sie sich in einem Falle einer weiteren Weltwirtschaftskrise verhalten sollen. Doch meist sind solche Diskussionen unbegründet, da es eine ganz andere Situation gibt, als es sie noch 2008 nach der Lehmann-Pleite gegeben hat.

Nach einer aktuellen Umfrage, informieren sich 49 Prozent der Deutschen über die Schuldenkrise, die es dieses Jahr auf der Welt gibt regelmäßig, andere, 39 Prozent der Deutschen, schauen dagegen ab und an auf die aktuelle Lage der Schuldenkrise. Allerdings sollten sich Sparer keine Sorgen machen, schließlich ist ein Risiko einer weltweiten Finanzkrise relativ gering.

Die schwankenden Kurs-Wechsel an den Börsen machen einige Menschen unsicher. Besonders Sparer wissen nicht wie sie sich in einem Falle einer weiteren Weltwirtschaftskrise verhalten sollen. Doch meist sind solche Diskussionen unbegründet, da es eine ganz andere Situation gibt, als es sie noch 2008 nach der Lehmann-Pleite gegeben hat.

Nach einer aktuellen Umfrage, informieren sich 49 Prozent der Deutschen über die Schuldenkrise, die es dieses Jahr auf der Welt gibt regelmäßig, andere, 39 Prozent der Deutschen, schauen dagegen ab und an auf die aktuelle Lage der Schuldenkrise. Allerdings sollten sich Sparer keine Sorgen machen, schließlich ist ein Risiko einer weltweiten Finanzkrise relativ gering.

Meist sind Kursstürze wie in den letzten Monaten die Folge dafür, dass beispielsweise Investoren spekulieren, welches Land seine Schulden eventuell nicht bezahlen könnte. Das trifft vor allem schwächere Institutionen, weil sie ein höheres Risiko aufweisen, dass sie ihre Schulden nicht mehr bezahlen können. Allerdings liegt das Volumen des Misstrauens viel geringer als bei der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2008, was dort mehr als 200 Milliarden Euro betrug. Das jetzige Volumen beträgt circa 90 Milliarden, also weitaus weniger als noch 2008.

Als es damals zur Finanzkrise kam, lockerte die Europäische Zentralbank (EZB) erst langsam ihre Geldkoffer, so dass sich nur weniger einen Kredit leihen konnten. Heute ist die Situation anders, schließlich ist der Anleihen-Koffer der EZB immer noch offen, so dass sich Institutionen, sollten sie in eine brenzlige finanzielle Lage kommen, sich schneller Geld leihen können. Haben Sparer Geld auf ihre Konten und ein Land sollte pleite gehen, können Einlagen auf dem Tagesgeldkonto und Sparbuch dort liegen gelassen werden, das zum Einen, die staatlich verankerte Einlagensicherung im Wert von bis zu 100.000 Euro zählt und zum Anderen, das privat organisierte Versicherungssystem der jeweiligen Bank greift. Spareinlagen sind also dennoch sicher.

 

Verfasst von Carmen 1 Kommentar » 17.Aug.2011

Spaniens Schuldenpolitik

Die EU befindet sich derzeit wie jedem bekannt sein dürfte in einer Euro-Krise. Schuldzuweisung sei an dieser Stelle überflüssig und unnötig, da man sich ohnehin nur im Kreis drehen würde. So würde die eine Seite den Ländern im Süden vorwerfen, dass sie ihren Haushalt nicht richtig führen und somit die EU in eine Krise führen, da der Euro dadurch im Gesamtwert sinkt und die wirtschaftlich starken Mitgliedsstaaten diese zusätzlich fördern müssen. Auf der anderen Seite kann natürlich zu Recht den wirtschaftlichen stärkeren Mitgliedsstaaten vorgeworfen werden, dass diese bei der Aufnahme der besagten Staaten in die EU geschlampt haben. Bestes Beispiel dafür sei Griechenland, bei dem eigentlich schon damals klar war, dass es über ein zu großes Defizit verfügt und die von der EU gesteckten Ziele praktisch nie erreichen kann. Trotzdem wurde es in die EU aufgenommen, genauso wie es gerade bei der Türkei diskutiert wird, wo dort vor allem nur die Menschenrechtsdebatte dagegen spricht, von den Finanzen jedoch wieder kein Wort ist.

Immerhin plant Spanien, ein weiteres hochverschuldetes sich im Süden befindliches Land in der EU nun Maßnahmen um die Verschuldung eindämmen zu können. So wurde nun geplant, dass man eine Schuldenbremse in die Verfassung verankern würde, sodass man nur einen bestimmten Prozentsatz des Bruttobetrages als Neuverschuldung erreichen dürfte.

Ob dieser Schritt jedoch was bringt ist eine andere Frage. So verfügt die USA schon immer über solch ein Gesetz in der Verfassung und verschuldet sich trotzdem immer weiter. Wie das geht? Der Grund dafür ist ganz einfach der, dass die USA immer wieder wenn sie Geld benötigt dieses Gesetzt anpasst, und die Schuldengrenze weiter nach oben hebt. Genauso kann dies dann auch Spanien tun, sodass dieses Gesetz nicht großartig Veränderung hervorbringen würde. Ganz anders sähe das schon wieder aus, wenn Spanien dieses Gesetzt mit einer Ewigkeitsklausel versehen würde, da dies dann unantastbar wäre. Doch dies gilt als sehr unwahrscheinlich.

 

Verfasst von Carmen 1 Kommentar » 16.Aug.2011

Altersarmut in Deutschland

Das die Bevölkerungspyramide gerade in Deutschland dabei ist zu kippen dürfte kein Geheimnis sein. So wurde erst vor kurzem in einer aktuellen Studie bekannt, dass Deutschland zu den kinderärmsten Nationen Europas gehöre und der Trend leider immer weiter in diese Richtung geht. So entscheiden sich immer mehr Erwachsene keine Kinder zu bekommen. Wenn sie allerdings einen Kinderwunsch hegen, soll es häufig auch nicht mehr als ein Kind sein. So kommt es, dass in der Gesellschaft Familien mit mehr als 3 Kindern schon als “assihaft” gelten, obwohl Kinderreichtum kein Kriterium dafür sein muss, es jedoch in der Mehrheit heutzutage leider Realität ist, dass Erwachsene der Oberschicht kinderarm, und Menschen der Unterschicht kinderreich sind.

Was hat das mit dem Thema zu tun? Es unterstreich ganz einfach die Erklärung der Rentenarmut in Deutschland. So funktioniert es im Rentensystem so, dass alle Menschen in den Rententopf einzahlen, und die Rentner Geld aus diesem Topf ausbezahlt bekommen. Jedoch wurde dieses System vor über 100 Jahren entwickelt, als der Großteil der Bevölkerung erwerbstätig, und nicht im Rentenalter war. Nun befindet sie der Großteil im Rentenalter, sodass es nicht mehr genug Menschen gibt die für die alten Menschen einzahlen und diese somit unterstützen können. Somit ist Deutschland da ganz klar gezwungen ein neues System zu kreieren, damit die Altersarmut nicht weiter zu nimmt.

So sind es zurzeit immerhin 660 000 Rentner die nebenbei arbeiten gehen, da ihnen ihre Rente nicht ausreicht. Somit ist klar, dass es sich hierbei nicht um eine Ausnahme, sondern leider um den Regelfall handelt. Da die Bevölkerungsanzahl im Bereich der alten Menschen immer weiter zu nimmt, sollte man auch dort die Menschen mehr nach ihren Bedürfnissen und Problemen befragen um die Politik auch “alten-freundlicher” zu machen und nicht nur die Ziele der “Erwerbsschicht” anzusprechen.

Denn eins steht fest: Irgendwann ist jeder alt!

Verfasst von Heiko 1 Kommentar » 05.Aug.2011